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17:53 22.05.2012
Wie hier in Kiel standen die Busse heute in drei großen Städten wegen Warnstreiks still. Quelle: dpa
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Kiel

Warnstreiks haben den öffentlichen Busverkehr am Dienstag in Kiel, Flensburg und Lübeck über weite Strecken zum Erliegen gebracht. „Die Streiks sind ein voller Erfolg“, sagte Verdi-Pressesprecher Frank Schischefsky. In Kiel sei kein Bus vom Hof der Verkehrsgesellschaft KVG gefahren. In Flensburg sollten bis zum Betriebsende am Abend alle Busse der Flensburger Aktiv Bus GmbH in den Depots bleiben, wie Geschäftsführer Paul Hemkentokrax bestätigte.

In Lübeck waren nach 15.00 Uhr keine Busse mehr unterwegs. In der Trave-Stadt hatten Beschäftigte in der Werkstatt und der Leitstelle bereits seit Montagfrüh de Arbeit niedergelegt. Dies führte dazu, dass am Dienstagnachmittag der Busverkehr eingestellt werden musste. „Der organisatorische Betrieb lässt sich heute nicht mehr weiter durchführen“, sagte Geschäftsführer Willi Nibbe. „Wir haben den Linienbetrieb bis heute Mittag aufrechterhalten und sind froh, dass wir die Schülerinnen und Schüler vollständig und die Pendler in großem Umfang befördern konnten.“

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Vom Warnstreik nicht betroffen waren die Linien der Lübeck-Travemünder-Verkehrsgesellschaft. Die Fähre zur Halbinsel Priwall beförderte nur Fußgänger und keine Autos. Die Arbeitskampfmaßnahmen im Busverkehr der drei größten Städte in Schleswig-Holstein sollten bis Mittwochfrüh um 3.00 Uhr dauern.

„Wir warten jetzt auf ein verhandlungsfähiges Angebot der Arbeitgeber, sonst werden wir die Streiks ausweiten“, sagte Verdi-Sprecher Schischefsky. Die Gewerkschaft fordert 150 Euro mehr Lohn. „Das ist notwendig, weil viele Beschäftigte nur extrem niedrige Löhne bekommen.“ In einem Mittelwert entsprächen die 150 Euro einer Lohnerhöhung von etwa 7 Prozent. Verdi will die 150 Euro für ein Jahr festschreiben. Die Arbeitgeber halten die Forderungen für überzogen. Sie boten für eine Laufzeit von zwei Jahren in drei Schritten insgesamt 6,3 Prozent mehr an. „Wir wissen noch nicht, wie wir den Deckel auf den Topf bekommen sollen“, sagte der Flensburger Aktiv Bus-Geschäftsführer Hemkentokrax zu den Tarifverhandlungen.

dpa

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