Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Panorama Vibrionen in der Ostsee: Zweiter Todesfall durch Bakterien
Mehr Welt Panorama Vibrionen in der Ostsee: Zweiter Todesfall durch Bakterien
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:16 05.09.2019
Nach einem Bad in der Ostsee ist eine zweite Frau an einer Vibrionen-Infektion gestorben. (Symbolbild)
Anzeige
Rostock

Eine weitere Frau in Mecklenburg-Vorpommern ist durch eine Vibrionen-Infektion nach einem Bad in der Ostsee gestorben. Wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte, litt die betroffene Person an verschiedenen chronischen Krankheiten und gehörte damit zur Risikogruppe. Weitere Details nannte die Behörde nicht.

Bereits vor vier Wochen war eine ältere Frau nach einer Infektion mit den gefährlichen Bakterien gestorben. Auch sie gehörte zur Risikogruppe der immungeschwächten Personen. Das Lagus wies seit Juni an verschiedenen Kontrollstellen an der Küste von MV Vibrionen im Ostseewasser nach. Seit Juni wurden insgesamt neun Erkrankungen registriert.

Anzeige

Mehr zum Thema

Experte nach Ostsee-Todesfall zu Vibrionen: Infektion kann innerhalb von 24 Stunden tödlich sein

Vibrionen: So erkennen Sie die Symptome – so schützen Sie sich

Vibrionen-Bakterien können tödliche Infektionen auslösen

Vibrionen sind stäbchenförmige Bakterien, die vorwiegend im Meerwasser leben und schwere und tödliche Infektionen auslösen können. Die Keime können beim Baden oder Wasserwaten in Hautverletzungen eindringen und rufen in seltenen Fällen schwere Wundinfektionen hervor.

Lesen Sie auch: Vibrionen: Welche Strände an der Ostsee sind betroffen?

Im Supersommer 2018 waren drei Menschen in Mecklenburg-Vorpommern durch Vibrionen-Infektionen gestorben. Angesichts von Dutzenden Millionen Badegästen sei das Erkrankungsrisiko aber extrem gering, sind sich Experten einig. Als besonders anfällig gelten laut Gesundheitsamt Menschen mit chronischen Grundleiden wie Lebererkrankungen oder Diabetes sowie Menschen mit einer bestehenden Immunschwäche. Für gesunde Menschen seien die Bakterien ungefährlich.

Bei geringsten Anzeichen einer Wundinfektion sollte sofort ein Arzt konsultiert werden und dieser auf Kontakt mit Meerwasser hingewiesen werden. Symptome einer Infektion sind Schüttelfrost, Durchfall, Fieber und blasenbildender Hautausschlag. Eine rechtzeitig eingeleitete Therapie sei gegebenenfalls lebensrettend, heißt es vom Lagus.

Mehr zum Thema

Vibrionen in Ostsee: Wie groß ist die Gefahr für Urlauber?

Bakterien in der Ostsee töten Frau in Mecklenburg-Vorpommern

RND/OZ/Pauline Rabe

Der Artikel "Vibrionen in der Ostsee: Zweiter Todesfall durch Bakterien " stammt von unserem Partner, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.