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Panorama Verleihung des Schülerfriedenspreises
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00:16 28.02.2016
Von Saskia Döhner
Schülerfriedenspreis wurde am Donnerstag im Gästehaus der Landesregierung verliehen. Quelle: Rainer Surrey
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Hannover

"Schulen sind Orte gelebter Vielfalt.“ Für Heiner Hoffmeister, Abteilungsleiter im Kultusministerium, ist es naheliegend, dass Schulen angesichts des Flüchtlingszustroms klar Position beziehen gegen Intoleranz und Fremdenhass. „Die Grundwerte unserer Verfassung sind nicht verhandelbar“, sagt er bei der Verleihung des Schülerfriedenspreises 2015 am Donnerstag in Hannover. Der Preis trage dazu bei, eine Haltung der Nachdenklichkeit, Mitmenschlichkeit und Verantwortung zu wecken. Neben dem Landespreis gibt es für die Preisträger auch Gutscheine des Westermann-Verlags für Lehr- und Lernmittel. Die Auswahl aus den eingesandten Wettbewerbsbeiträgen sei schwierig gewesen, sagte Hoffmeister. So schwierig, dass man sich nicht für einen Sieger entscheiden konnte, sondern gleich zwei Schulen mit dem ersten Preis ehrte.

Oberschule Seesen: Für ihre Erinnerungen an die jüdische Geschichte ihrer Stadt wurde die Oberschule Seesen mit dem ersten Preis ausgezeichnet, der mit 1000 Euro dotiert ist. Die Jugendlichen haben auch noch gleich am Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten teilgenommen und einen Film über Israel Jacobson, ein Vorläufer des Reformjudentums, gedreht. Der 10. Jahrgang fuhr nach Auschwitz. „Das war sehr beeindruckend“, sagt Maira (16). Schüler rappten mit Senioren oder übernahmen Patenschaften für „Stolpersteine“.

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Gymnasium Carolinum Osnabrück: Mit einer französischen Partnerschule haben sich die Jugendlichen der Jahrgänge 9 bis 12 mit dem Ersten Weltkrieg und Erich-Maria Remarque beschäftigt. Dafür gab es ebenfalls den ersten Preis. Der 16-jährige Lana hat die Zusammenarbeit mit anderen Schülern sehr gefallen.

Gaußschule Braunschweig: Der Kurs Darstellendes Spiel des Gymnasiums erhielt für seine bitterböse Collage „Toleranz?“ den mit 800 Euro dotierten zweiten Preis. Luisa (19), die dazu einen eigenen Film gedreht hatte, sagte, es habe Spaß gemacht, mal aus dem Blickfeld der Schule herauszutreten.

Graf-Anton-Günther-Schule Oldenburg: Das Gymnasium hat den „Oldenburger Erinnerungsgang“ gestaltet, der die Vertreibung der Juden ins Gedächtnis ruft - mit Lesungen und Gottesdienst. Dafür gab es Rang 3 und 600 Euro Preisgeld.

Gymnasium Langenhagen: Die Schüler erhielten den Zivilcouragepreis für ihren Aktionstag „Friedenszeit“.

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