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Panorama Verhandlungen mit Bombenleger dauern an
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18:43 19.08.2009
Verhandlungen Bombenleger 19 Häuser evakuiert Viernheim
Die Polizei stehe in ständigem Kontakt mit dem 44-Jährigen und wolle die Situation auf dem Verhandlungsweg lösen. Quelle: Martin Oeser/ddp
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Die Polizei stehe in ständigem Kontakt mit dem 44-Jährigen und wolle die Situation auf dem Verhandlungsweg lösen. Der Mann habe sich weiter in seiner Wohnung verschanzt. Bislang sei er nicht bereit aufzugeben. Die Polizei sei auf einen langen Einsatz eingestellt, hieß es.

Spezialkräfte eines Sondereinsatzkommandos (SEK) haben seit dem Vormittag das mehrstöckige Haus in der Theodor-Heuss-Allee umstellt und das Gebiet weiträumig abgesperrt. Doch stürmen wollten sie die Wohnung noch nicht, sagte der Polizeisprecher. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass der Mann dort weitere Sprengmittel deponiert habe. Daher sei die Gefahr zu groß.

Die unmittelbare Nachbarschaft wurde von der Polizei evakuiert. 19 Häuser seien „unbewohnt“, sagte ein Polizeisprecher. Die Bewohner seien bei Freunden, Bekannten und Verwandten untergekommen. Teilweise seien die Anwohner von der Arbeit gar nicht erst nach Hause zurückgekehrt.

Der Tatverdächtige hatte gegen 6.00 Uhr vor einem Wohnhaus in der Nachbarschaft mehrere Sprengsätze gezündet. Dabei wurde eine vierköpfige Familie leicht verletzt. Der Mann flüchtete in Tarnanzug und Gasmaske in seine Wohnung und verschanzte sich dort. Die Ermittler vermuten, dass es einen Zusammenhang mit einem weiteren Sprengstoffanschlag an einem Wohnhaus im etwa fünf Kilometer entfernten Weinheim in Baden-Württemberg gibt.

Das Motiv für die Tat war zunächst unklar. Nach ddp-Informationen könnten Mietschulden der Hintergrund sein. Demnach soll der Mann seit mehreren Monaten keine Miete für seine Wohnung gezahlt haben. Angeblich läuft bereits eine Räumungsklage. Ein Polizeisprecher wollte das auf Anfrage nicht bestätigen. Es werde in alle Richtungen ermittelt, sagte er.

ddp