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Panorama Vergebliche Suche nach im Atlantik verschollenen Airbus
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08:32 02.06.2009
Ein Airbus des Typs A330 der Fluggesellschaft Air France ist in der Nacht zu Montag in den Atlantik gestürzt. Quelle: afp

Flugzeuge der brasilianischen Luftwaffe suchten in der Nacht in dem vermutlichen Absturzgebiet 1100 Kilometer vor der Nordostküste Brasiliens vergeblich nach dem Airbus A330. Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy bezeichnete die Hoffnung, noch Überlebende zu finden, als „sehr gering“.

Der Flug AF 447 war auf dem Weg von Rio de Janeiro nach Paris in der Nacht zu Montag von den Radarschirmen verschwunden, auch 24 Stunden nach ihrem letzten Signal war der Verbleib der Maschine unklar. Acht Flieger der brasilianischen Luftwaffe und drei Marineschiffe durchsuchten ohne Erfolg die Atlantik-Region auf halber Strecke zwischen Brasilien und Afrika, in der das Flugzeug sein letztes Signal gesendet hatte. In der Nacht setzte Brasilien mit elektronischen und Radar-Instrumenten ausgestattete Spezialflugzeuge ein. Auch spanische, französische und US-Flugzeuge waren im Einsatz. Die Regierung in Paris bat das US-Verteidigungsministerium um Hilfe bei der Ortung des Flugzeugs.

Einziges Indiz für einen möglichen Absturz sind bislang die Angaben eines Piloten der brasilianischen Airline TAM, dessen Maschine kurz hinter dem Airbus die Atlantik-Strecke passierte. Nach Angaben eines Sprechers der brasilianischen Armee sah der Pilot im Meer „orangefarbene Flecken“. Bislang konnte jedoch nicht festgestellt werden, ob es sich dabei um glühende Wrackteile oder um Bojen handelte.

Nach Angaben der französischen Fluggesellschaft Air France waren 26 Deutsche, 61 Franzosen und 58 Brasilianer an Bord der erst vier Jahre alten Maschine. Auch neun Italiener, sechs Schweizer, eine Österreicherin und fünf Briten flogen mit. Insgesamt waren mehr als 30 Nationalitäten an Bord. Die zwölf Besatzungsmitglieder waren alle Franzosen. In der Maschine war nach Angaben von Angehörigen auch ein Nachfahre des letzten brasilianischen Kaiserhauses, Pedro Luis de Orleans e Bragança.

Sarkozy sprach am Montag von der größten Katastrophe in der Geschichte der Air France. Die Hoffnung, noch Überlebende zu finden, sei gering, sagte Sarkozy nach Gesprächen mit Angehörigen vermisster Passagiere auf dem Flughafen Roissy-Charles de Gaulle. Auf den Flughäfen auf beiden Seiten des Atlantiks wurden die verzweifelten Angehörigen psychologisch betreut. In einem Telefonat mit Brasiliens Präsident Luiz Inacio Lula da Silva sprachen sich beide Staatschefs ihr Beileid aus. „Wir können nichts tun als tief trauern und die Familien unterstützen“, sagte Lula in San Salvador.

Die genaue Ursache des womöglich schlimmsten Flugzeugunglücks seit einem Jahrzehnt ist noch unklar. Möglicherweise legte ein Blitzschlag die Stromversorgung des Airbus lahm, das Flugzeug flog zur Zeit seines Verschwindens in einer Gewitterzone mit starken Turbulenzen.

Ab 04.15 Uhr MESZ habe es etwa ein Dutzend technischer Nachrichten gesendet, nach denen „mehrere Ausrüstungsteile“ defekt seien, sagte Air-France-Direktor Pierre-Henry Gourgeon. Wahrscheinlich sei es nur kurz darauf in den Atlantik gestürzt. Ein direkter Zusammenhang zwischen Wetter und den technischen Nachrichten sei nicht nachweisbar, hob Gourgeon hervor.

Der Vize-Chef des französischen Raumfahrtzentrums CNES, Philippe Hazane, sagte, Satelliten hätten keine Notsignale der Maschine aufgefangen, was für eine „sehr schnelle“ Katastrophe spreche. Der Pilot hatte Air France zufolge 11.000 Stunden Flugerfahrung und 1700 auf dem Maschinentyp. Das Flugzeug wurde erst 2005 in Dienst gestellt und zuletzt am 16. April gewartet.

afp

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