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Panorama Verbände lehnen Laser-Einsatz gegen Kormorane ab
Mehr Welt Panorama Verbände lehnen Laser-Einsatz gegen Kormorane ab
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17:19 24.08.2009
Verbände Laser-Einsatz Kormorane naturschützer BUND NABU Umweltministerium hannover
Durch den Laser-Einsatz erblinden die Vögel. Quelle: Weber (Archiv)
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Nach der Verordnung sollten die Vögel verfolgt und unter bestimmten Bedingungen auch durch Lasergeräte vertrieben werden, kritisierten die Verbände. Durch diese Strahlen erblindete Vögel würden jedoch kläglich verenden, auch andere Tiere und Menschen seien dadurch gefährdet. Mit dem Entwurf habe das Ministerium lediglich die Wunschliste der Fischereiverbände abgearbeitet.

Die Kormoranverordnung soll nach Angaben des Ministeriums sowohl den Belangen der Fischereiwirtschaft einerseits und des Artenschutzes andererseits gerecht werden. Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) werde nach den bisherigen Anhörungen die Argumente bewerten und dann über die Verordnung entscheiden, sagte eine Sprecherin am Montag. Die Fischereiverbände hätten Zahlen über Schäden durch Kormorane vorgelegt. Details dazu könne sie jedoch nicht nennen.

Arten- und Tierschutz seien in dem Entwurf „komplett unter den Tisch gefallen“, bemängelten dagegen die Verbände. Das Verfolgen und Vertreiben (Vergrämung) sei sinnlos und weder fachlich noch rechtlich haltbar. „Es liegt keine wissenschaftliche Untersuchung über Schäden an der Fischfauna in natürlichen Gewässern als Begründung für eine Kormoranbejagung vor“, erklärten NABU und BUND. Auch seien weder Bestandszahlen der Vögel, konkrete Abschusszahlen oder Untersuchungen über die Wirkung der seit 2003 geltenden und 2007 verlängerten Verordnung bekannt.

lni