Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Panorama Vater des Amokläufers von Winnenden verklagt Klinik
Mehr Welt Panorama Vater des Amokläufers von Winnenden verklagt Klinik
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:58 01.01.2013
Der Vater des Amokläufers von Winnenden hat die Klinik, die seinen Sohn vor der Tat behandelt hat, auf Schadenersatz verklagt. Quelle: dpa
Heilbronn

Die Klage sei am 21. Dezember beim Landgericht Heilbronn eingereicht worden, sagte sein Anwalt Erik Silcher am Dienstag. Er bestätigte damit Berichte der „Heilbronner Stimme" und des Südwestrundfunks. Nach Silchers Worten geht es dabei um eine Summe von 8,8 Millionen Euro. Sein Mandant wolle keinen persönlichen Vorteil daraus ziehen, betonte der Anwalt. Werde das Geld ausgezahlt, sollten damit Ansprüche Geschädigter befriedigt werden.

Der damals 17-jährige Tim K., der am 11. März 2009 bei einem Amoklauf in seiner früheren Realschule in Winnenden und später auf der Flucht insgesamt 15 Menschen und sich selbst erschossen hatte, war einige Monate zuvor in der Psychiatrischen Klinik Weissenhof in Weinsberg untersucht worden.

Die Ärzte hätten der Familie keine Hinweise auf den Zustand des Jungen gegeben, sagte Silcher. „Wären die Regeln der ärztlichen Kunst eingehalten worden, wäre es zu dieser schrecklichen Tat nicht gekommen", wird der Anwalt in der „Heilbronner Stimme" zitiert. Die Klage gegen die Klinik sei zum jetzigen Zeitpunkt eingereicht worden, weil die Ansprüche Ende des Jahres verjährt wären, sagte Silcher. Tim K. hatte bei seiner Tat eine Waffe benutzt, die sein Vater unverschlossen aufbewahrt hatte. K. war deshalb unter anderem wegen fahrlässiger Tötung zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und neun Monaten verurteilt worden.

Der Bundesgerichtshof hob das Urteil wegen eines Verfahrensfehlers allerdings auf. Der neue Prozess begann im November. Sowohl die Stadt Winnenden als auch Opfer und Hinterbliebene fordern von K. Schadenersatz in Millionenhöhe.

dapd

Pfefferspray hat in der Nacht zum Dienstag in Braunschweig 25 Menschen auf einer Silvesterparty verletzt. Nach Angaben der Polizei hatte ein Unbekannter in die Lüftungsanlage einer Kneipe in der Innenstadt das Reizgas gespürt, das sich daraufhin in der gesamten Gaststätte ausbreitet.

01.01.2013

Tödliches Ende der Silvesternacht: Bei einem schweren Verkehrsunfall nahe Ulm sterben drei Menschen. 16 weitere werden verletzt. Die Umstände des Unfalls mit zwölf Fahrzeugen sind zunächst unklar.

01.01.2013

Frohes Neues! Am Brandenburger Tor tanzen eine Million Menschen friedlich ins Jahr 2013 – mit Sekt, Verkleidung und „Gangnam-Style“.

01.01.2013