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Panorama Unwetter treffen nun auch den Norden
Mehr Welt Panorama Unwetter treffen nun auch den Norden
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07:56 31.05.2016
Starkregen in Berlin. Quelle: dpa
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Euskirchen

Unwetter mit Starkregen halten in Deutschland weiter die Einsatzkräfte im Dauerstress. Am Montag war der Norden stärker betroffen. In Nordrhein-Westfalen sorgte ein Unwetter im Rheinland für vollgelaufene Keller und Straßen. "Land unter" meldete auch die Region Hannover. In Neustadt am Rübenberge sorgte ein Sturzregen für überflutete Straßen - und ließ sogar das Telefonnetz ausfallen. Im Vergleich zu den Schäden in Süddeutschland nach den verheerenden Unwettern kommt der Norden aber noch glimpflich davon.

Im Süden gehen die Aufräumarbeiten nach den weiter. Tief "Elvira" hatte dort schwere Verwüstungen hinterlassen. Vier Menschen kamen ums Leben.

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Flüssiggastank aus Verankerung gerissen

In NRW war am Montag vor allem die Region im Kreis Euskirchen betroffen. Die Feuerwehr rückte im Stadtgebiet Mechernich und in der Gemeinde Kalldort zu rund 125 Einsätzen aus.So rissen die Wassermassen einen Flüssiggastank aus der Verankerung, der daraufhin seinen Inhalt verlor. In Kall stand die Produktionshalle eines Industriebetriebs unter Wasser. Das Deutsche Rote Kreuz versorgte Anwohner und rund 250 Helfer.

Auch in Stolberg im Rheinland standen die Notruftelefone am Abend nicht still, wie die Feuerwehr mitteilte. Laub und Schlamm verstopften Kanalrohre, das Wasser lief über Straßen in mehrere Keller. Verletzte gab es den Angaben zufolge nicht. Zur Höhe des Schadens gab es zunächst keine Informationen.

Starkregen in Niedersachsen

Auch in Niedersachsen kam es in einigen Regionen zu heftigen Regenfällen. In Neustadt am Rübenberge gingen innerhalb einer Dreiviertelstunde 50 und mehr Liter Wasser pro Quadratmeter nieder. Diese Menge wird in manchem Monat nicht erreicht. Die Folge: Überflutete Straßen, vollgelaufene Keller und umgestürzte Bauzäune. Personen wurden nicht verletzt.

In der Region um Haren im Emsland stürzten nach Sturmböen mehrere Bäume um. Insgesamt sei Niedersachsen von größeren Unwetterschäden verschont geblieben, meldeten Polizeisprecher im ganzen Land. Auch in der Nacht gab es keine größeren Einsätze.

Große Staubwolke in Brandenburg

Auch in Brandenburg und Berlin kam es zu heftigen Gewittern. In Berlin verzeichnete die Feuerwehr am Abend 30 bis 40 Einsätze mehr als üblich. Nach Angaben des Lagezentrums hatten es die Helfer mit Wassserschäden, umgeknickten Bäumen und hochgedrückten Gullydeckeln zutun. Am Nachmittag waren Cottbus und der Großraum Prignitz betroffen. Es habe eine Reihe von Feuerwehreinsätzen wegen umgestürzter Bäume und vollgelaufener Keller gegeben, berichtete das Brandenburger Lagezentrum.

Verletzte oder wetterbedingte Unfälle gab nach ersten Kenntnissen zunächst nicht. Wie trocken der Boden war, zeigte sich beispielsweise in Brandenburg nahe Petersdorf im Landkreis Oder-Spree. Dort wirbelte der Sturm einer Gewitterzelle eine große Staubwolke auf.

Aufräumarbeiten gehen weiter

Im Süden Deutschlands gehen derweil die Aufräumarbeiten weiter. Tief "Elvira" hatte am Montag Verwüstungen in Baden-Württemberg, Bayern und Rheinland-Pfalz hinterlassen. Vier Menschen kamen ums Leben, Tausende Helfer waren bereits kurz nach der Gewitternacht im Einsatz. "Die Schäden sind nicht so schnell zu beseitigen. Das wird noch einige Zeit dauern", sagte ein Sprecher der Polizei in Heilbronn am frühen Dienstagmorgen.

Welchen Sachschaden die Unwetter hinterließen, war noch unklar. Bei der Sparkassenversicherung dürften Schäden im mindestens zweistelligen Millionen-Euro-Bereich anfallen, hatte ein Sprecher in Stuttgart am Montag gesagt.

Aussichten für Dienstag

Der Deutsche Wetterdienst warnt auch am Dienstag vor Gewittern. Bei Temperaturen von bis zu 26 Grad werde es wieder schwül-warm. Danach gibt es Gewitter mit örtlich starkem Regen, auch mit Hagel und Sturmböen sei zu rechnen.

dpa/RND/zys/

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