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Panorama Unwetter sorgt für Überschwemmungen und Brände im Norden
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11:41 19.08.2011
Blitz, Donner und Regen: Ein Unwetter hat in der Nacht zum Freitag über Niedersachsen und Bremen viele Feuerwehreinsätze ausgelöst. Quelle: dpa
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Bremen/Hannover

Ein Unwetter hat in der Nacht zum Freitag die Feuerwehr in Bremen und im nördlichen Niedersachsen in Atem gehalten. «Wir mussten rund 100 Keller leer pumpen», sagte Feuerwehrsprecher Sven Stehmeier in Bremen. In der Hansestadt waren rund 130 Feuerwehrleute die ganze Nacht über im Einsatz, nachdem es gegen 21 Uhr am Donnerstagabend heftig gewittert und geregnet hatte.

Mit den starken Regenfällen vor rund zwei Wochen in Bremen sei dieses Gewitter jedoch nicht zu vergleichen, meinte Stehmeier. Durch die Wassermassen gingen damals mehr als 300 Notrufe wegen Überschwemmungen bei der Feuerwehr ein.

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Nach einem Blitzeinschlag in Hude im Landkreis Oldenburg brannte ein Haus mit Reetdach ab. Das Feuer habe sich in rasender Geschwindigkeit ausgebreitet, sagte der Ortsbrandmeister von Hude, Heiko Henjes. Rund 100 Feuerwehrleute von drei Feuerwehren aus der Gegend versuchten, das 20 mal 15 Meter große Dach zu löschen. «Aber Reetdächer brennen wie sonst etwas - da war nichts zu machen», sagte Henjes. Nur noch eine Mauer und die Seitenwände des Gebäudes seien übrig geblieben.

Verletzt wurde durch den Brand niemand. Die Bewohner des Hauses, ein älteres Ehepaar, waren zum Zeitpunkt des Blitzeinschlags bei Nachbarn zu Besuch gewesen.

Auch in Delmenhorst und Ganderkesee bei Bremen war die Feuerwehr die Nacht über im Einsatz. Drei Straßen in der Gemeinde Ganderkesee seien größtenteils überflutet gewesen, sagte ein Feuerwehrsprecher. In Delmenhorst musste die Feuerwehr zu rund 130 Einsätzen ausrücken - meist, um Keller leer zu pumpen, sagte Feuerwehrsprecher Ulf Masemann. «Die Kanalisation konnte das Wasser nicht mehr aufnehmen.»

In der Region Hannover sei es dagegen vergleichsweise ruhig gewesen. «Hier hat es ordentlich gewittert, aber bei uns sind keine Keller vollgelaufen», sagte Feuerwehrsprecher Michael Hintz in Hannover. In der Stadt habe es nur einen einzigen Einsatz durch das Gewitter gegeben: Durch einen Blitzschlag in eine Antenne habe das Dach eines Mehrfamilienhauses Feuer gefangen. «Wir sind mit einer Drehleiter hochgefahren, und nach einer halben Stunde war der Brand gelöscht.» Menschen wurden durch das Feuer nicht verletzt.

sag/dpa

19.08.2011
18.08.2011