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Panorama Orkantief „Sabine“ erreicht Deutschland – Verkehrschaos droht
Mehr Welt Panorama Orkantief „Sabine“ erreicht Deutschland – Verkehrschaos droht
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16:33 07.02.2020
Die Karte zeigt in Rot, wo am Sonntagabend Sturmböen von mehr als 100 Stundenkilometern drohen. Quelle: WetterOnline/WetterOnline Meteor/Bodo Marks/dpa/imago/Winfried Rothermel/Montage RND
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Hannover

Über Deutschland wird am Sonntag und Montag ein Orkan hinwegfegen und nach Einschätzung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zu starken Verkehrsbehinderungen führen. Als erstes werde Sturmtief „Sabine“ am Sonntag voraussichtlich gegen Mittag den Nordwesten treffen, sagte der Meteorologe Andreas Friedrich vom Deutschen Wetterdienst (DWD) am Freitag in Offenbach. An der Nordseeküste sind nach aktuellen Wettermodellen Orkanböen mit einer Geschwindigkeit von 120 Stundenkilometern zu erwarten, über die Berge können Böen sogar mit 150 Stundenkilometern fegen.

Dabei ist der Start ins Wochenende zunächst ruhig: Laut dem Wetterdienst Wetterkontor können sich der Osten und vor allem der Südosten am Samstag noch über trockenes und sonniges Wetter freuen, während es im Norden und Westen bewölkt wird, und Regen am Nachmittag möglich ist. „Hier nimmt der Wind von Samstag auf Sonntag schon zu“, erklärte Wetterkontor-Meteorologin Britta Siebert-Sperl. Am Samstag bewegen sich die Höchstwerte in Deutschland zwischen zwei und zehn Grad. Der Sonntag wird durch den auffrischenden Wind sogar noch milder, da können es örtlich sogar bis zu 14 Grad werden.

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Die Karte zeigt in Rot, wo am Sonntagabend Sturmböen von mehr als 100 Stundenkilometern drohen. Quelle: WetterOnline/WetterOnline Meteor

Autofahrer und Fußgänger sollten Vorsicht walten lassen

Von Sonntag auf Montag zieht das Sturmfeld weiter Richtung Süden. Selbst im Flachland können Böen dann die Windstärke elf bis zwölf, also 103 bis 120 Stundenkilometer, erreichen. Noch heftiger wird sich „Sabine“ über den Bergen austoben: Mit 120 bis 150 Stundenkilometern können dort die Böen in der Nacht zum Montag über die Gipfel fegen. Auch der Regen werde in der Nacht auf Montag kräftiger, so Siebert-Sperl von Wetterkontor. Begleitet wird der Orkan vielerorts von heftigen Schauern und Gewittern. Auf Grund einer Kaltluftfront können die starken Niederschläge in den Mittelgebirgen am Montag außerdem in Schnee übergehen.

„Autofahrer und Fußgänger müssen besonders aufpassen“, warnt Siebert-Sperl. In ganz Deutschland besteht die Gefahr von umstürzenden Bäumen, herabgewehten Ziegeln und abgebrochenen Ästen. Der Straßen- und Bahnverkehr im ganzen Land wird aller Voraussicht nach stark beeinträchtigt.

Außergewöhnlich sei die Situation in Anbetracht der Jahreszeit allerdings nicht, sagt Siebert-Sperl: „So eine Wetterlage ist für den Februar nicht ungewöhnlich. Da sind Winterstürme keine Seltenheit.“

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RND/kast/dpa