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Panorama US-Raumfähre „Endeavour“ sicher zur Erde zurückgekehrt
Mehr Welt Panorama US-Raumfähre „Endeavour“ sicher zur Erde zurückgekehrt
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17:33 31.07.2009
Die Us-Raumfähre „Endeavour“ ist in Cape Canaveral gelandet. Quelle: Matt Stroshane/afp
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Mit an Bord war auch der Japaner Koichi Wakata, der seit März als Bordingenieur in der ISS gearbeitet hatte. Er wurde von Tom Kopra abgelöst, der mit dem Shuttle auf die Umlaufbahn gekommen war. Bei ihrem elftägigen Gemeinschaftsflug bildeten die Crews von „Endeavour“-Kommandant Mark Polansky und ISS-Chef Gennadi Padalka (Russland) die erste 13-köpfige Mannschaft in der Geschichte der Raumfahrt.

Hauptaufgabe des Shuttle-Fluges war die Vollendung des japanischen Forschungslabors KIBO („Hoffnung“). Dazu brachte die Raumfähre eine rund vier Tonnen schwere Außenplattform für wissenschaftliche Experimente im freien Weltraum zur ISS. Bei fünf Ausstiegen montierten die „Endeavour“-Astronauten die Plattform und wechselten unter anderem auch sechs Batterien an einem der Sonnensegel aus.

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Am Donnerstag hatte die Shuttle-Besatzung auf dem Rückweg noch zwei Mini-Satelliten-Paare im All ausgesetzt. Sie dienen der Erarbeitung neuer Methoden zur Positionsbestimmung im Weltraum und zur Untersuchung der Erdatmosphäre.

Die „Endeavour“ hatte am Dienstag von der ISS abgelegt. Zuvor hatten sich die zwölf Männer und ihre kanadische Kollegin Julie Payette voneinander verabschiedet und für ein Gruppenbild posiert.

Für vier der sieben Shuttle-Astronauten war es die Kosmospremiere. Da bis zum Start am 16. Juli nach der NASA-Statistik bereits 498 Menschen im Weltraum waren, mussten sie unter sich den 500. ausmachen. Die Wahl fiel dabei einstimmig auf den 39-jährigen Missionsspezialisten Christopher Cassidy.

Nach der bisherigen Planung sollen noch sieben Shuttles zur ISS starten, bevor die Flüge im Herbst 2010 eingestellt werden. Eine Expertenkommission nimmt derzeit das noch unter Präsident George W. Bush erarbeitete neue Weltraumprogramm unter die Lupe. Das Ergebnis soll im August veröffentlicht werden. Wie nach Presseberichten bisher durchgesickert ist, plädieren die Experten für eine Verlängerung der Shuttle-Flüge. Damit soll verhindert werden, dass die USA bis zur Fertigstellung des neuen US-Raumschiffes „Orion“ im Jahr 2015 nicht vollständig von den Russen abhängig sind.

ddp