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Panorama US-Amerikaner entdecken frische Lebensmittel
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13:12 28.08.2012
Kunden suchen sich am Montag in der Whole-Foods-Filiale am Columbus Circle in New York City (USA) in der Gemüseabteilung ihre Waren aus. Quelle: dpa
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New York

Selten hat der Spatenstich für einen neuen Supermarkt für soviel Begeisterung gesorgt wie in Detroit. Der Bürgermeister war da und sogar eine Senatorin aus dem fernen Washington. Die von Arbeitslosigkeit und Wirtschaftskrisen gebeutelte Autostadt bekommt ihren ersten Whole Foods. Und das bedeutet: frische Lebensmittel in Hülle und Fülle. Für viele Amerikaner ist das keine Selbstverständlichkeit.

„Wir haben unsere Tante-Emma-Läden, aber wir möchten mehr Auswahl haben“, sagte die benachbarte Boutique-Besitzerin Felicia Patrick. Sie wünscht sich „einfach gesunde Lebensmittel“. Senatorin Debbie Stabenow wertete den neuen Whole Foods gar als „Statement für die Gesundheit“.

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Rund 13,5 Millionen Menschen in den USA leben nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums in sogenannten „Food Deserts“, zu deutsch „Lebensmittel-Wüsten“. In diesen Gegenden bekommt man vielleicht noch einen Apfel oder eine Banane, aber dann wird das Angebot an Frischwaren auch schon dünn. Stattdessen sind die Regale voll mit Fertiggerichten. Selbst in den riesigen Supercentern des weltgrößten Einzelhändlers Wal-Mart ist die Auswahl an Obst und Gemüse begrenzt.

Doch es findet ein Umdenken statt. Bio-Supermärkte sprießen im ganzen Land wie Pilze aus dem Boden. An der Spitze der Bewegung steht Whole Foods. Mit einem Umsatzplus von 14 Prozent im vergangenen Quartal ist die Kette mehr als drei Mal so schnell gewachsen wie Wal-Mart. Neun neue Läden sind in der Zeit hinzugekommen - das ist Rekord für das 1980 gegründete und seit 1992 börsennotierte Unternehmen. Damit hat Whole Foods nun 329 Filialen, für 12 weitere hat die Kette jüngst Mietverträge unterzeichnet.

Bislang hatte sich Whole Foods auf wohlhabende Ballungszentren beschränkt wie New York City oder San Francisco, wo die Kunden einfach mehr Geld in der Tasche haben. Denn Einkaufen im Biosupermarkt ist in Amerika - wie in Deutschland - etwas teurer. Dafür ist die Auswahl größer:  Alleine das Olivenöl-Regal misst im Whole Foods am Columbus Circel in Manhattan drei Meter in der Länge. Die Fleischtheke ist zehn Meter lang, ebenso die Fischtheke. Das Regal mit Kaffee misst sechs Meter, dazu kommen zwei Dutzend offene Fässer mit Bohnen zum Selber-Abwiegen. Die Auswahl an Früchten, Kräutern und Gemüsen ist so groß und bunt, dass Touristen im Laden nicht selten ihre Kameras zücken. Tomaten gibt alleine es mehr als ein Dutzend Sorten.

Nicht ganz so teuer, dafür mit weniger Auswahl ist Trader Joe's unterwegs. Das Unternehmen gehört seit 1979 zu Aldi Nord - und ist von der Philosophie her so etwas wie ein Edel-Aldi. Die Läden sind schicker, das Angebot exotischer, die Waren feiner. Annähernd 400 Trader Joe's gibt es bereits in den USA, 19 kommen in absehbarer Zeit hinzu. In der Filiale am Union Square in Manhattan reicht die Kassenschlange regelmäßig bis zur Eingangstür.

Auch Platzhirsch Wal-Mart hat die Zeichen der Zeit erkannt. Der Lebensmittel-Riese hat im vergangenen Jahr versprochen, mehr frische Lebensmittel zu günstigeren Preisen anzubieten. Zudem soll der Zucker- und Salzgehalt in Fertigprodukten bis zum Jahr 2015 gesenkt und bestimmte schädliche Fette komplett verbannt werden. Keine Familie solle mehr auf gesundes Essen verzichten müssen, weil es zu teuer sei, hieß es.

dpa

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