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Panorama Trauerfeier von Michael Jackson: 1,6 Millionen wollten Tickets
Mehr Welt Panorama Trauerfeier von Michael Jackson: 1,6 Millionen wollten Tickets
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20:18 05.07.2009
Trauerfeier für Michael Jackson wird ein Mega-Event: 1,6 Millionen Fans haben sich für 17.500 Eintrittskarten beworben.
Trauerfeier für Michael Jackson wird ein Mega-Event: 1,6 Millionen Fans haben sich für 17.500 Eintrittskarten beworben. Quelle: afp
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Sie hätten sich bis zum Ende der Anmeldefrist am Samstag 18.00 Uhr (Ortszeit) für die Zeremonie im Internet registrieren lassen.

Für die Trauerfeier im Staples Center werden 11 000 Karten, weitere 6500 für das angrenzende Nokia Theatre vergeben. Sie sollen per Zufallsprinzip paarweise verlost werden. Die Gewinner sollten den Angaben zufolge noch am Sonntag per Mail über die weitere Verfahrensweise informiert werden. Schätzungen gehen davon aus, dass die Zeremonie von mehreren hundert Millionen Menschen im Fernsehen oder im Internet live verfolgt wird.

Die Tickets für das Mega-Event, bei dem laut CNN unter anderem die Sängerin Jennifer Hudson auftreten wird, sollen dann am Montag in der Nähe des Staples Centers ausgegeben werden. Die Gewinner bekommen zugleich ein Armband, um Missbrauch mit den begehrten Karten vorzubeugen. Das Areal rund um den Veranstaltungsort werde weiträumig abgesperrt. Nur Ticketbesitzer dürften es betreten. Die überwältigende Resonanz auf die Tickets habe die Organisatoren der Trauerfeier dazu veranlasst, die Verlosung der Karten nicht nur auf amerikanische Fans zu beschränken, sagte der Sprecher der Jackson-Familie, Ken Sunshine.

Die Familie des Popsängers, der am 25. Juni überraschend im Alter von 50 Jahren gestorben war, habe bisher noch nicht entschieden, ob Jacksons Leiche zu der öffentlichen Trauerfeier gebracht wird. Sie beginnt am Dienstag um 10.00 Uhr (Ortszeit). Unklar ist auch, wo der „King of Pop“ beerdigt wird. Bekannt ist CNN zufolge nur, dass es vor der öffentlichen Trauerfeier eine private Zeremonie geben soll. Zahlreiche TV-Übertragungswagen hätten sich bereits vor dem Friedhof Forest Lawn Memorial Park in Hollywood postiert, der zuletzt wiederholt als Jacksons letzte Ruhestätte im Gespräch war.

Der Ablauf der Veranstaltung liegt in der Verantwortung von Ken Ehrlich, dem Produzenten der Grammy-Verleihungen. Die Trauerfeier im Staples Center, wo Jackson zuletzt für seine bevorstehenden Konzerte geprobt hatte, wird voraussichtlich ein Mega-Ereignis von weltweiter Bedeutung. Medienexperten sprechen bereits jetzt von einem der meistbeachteten Events aller Zeiten und vergleichen es mit der Beerdigung von Prinzessin Diana im Jahr 1997 oder der Ermordung John F. Kennedys 1963.

Die Ermittlungen zur Todesursache des „King of Pop“ konzentrieren sich nach einem Bericht der „Los Angeles Times“ auf fünf Ärzte, die Jackson Medikamente verschrieben haben. Es werde geprüft, ob die im Anwesen des Sängers gefundenen Medikamente regulär verschrieben wurden und eine Rolle bei seinem Tod gespielt haben. Besonders gefährlich sei das Narkosemittel Propofol, das Jackson laut Branchendienst „TMZ“ das Leben gekostet haben könnte. Finden die Ermittler heraus, wer dem Sänger die Droge verschrieben und verabreicht hat, könnten die betreffenden Mediziner wegen fahrlässiger Tötung belangt werden.

Der Konzertveranstalter AEG Live hat unterdessen dem Internetdienst „E! Online“ zufolge damit begonnen, die Tickets für Jacksons 50 geplante Konzerte in London zu erstatten. Allerdings lassen sich offenbar viele Fans die Eintrittskarte dennoch zuschicken. „Vielen Leuten wird klar, dass sie mehr Geld verdienen, wenn sie die Tickets an Sammler verkaufen, statt sich diese erstatten zu lassen“, wird eine nicht näher genannte Quelle zitiert.

Die Plattenfirma Sony Music hat nach dem Tod des Popstars mit der Produktion von 2,5 Millionen CDs von früheren Alben des Sängers begonnen. Wie der „Spiegel“ berichtet, will das Musikunternehmen allein in Deutschland in diesem Jahr eine Million Jackson-CDs absetzen. Weltweit sollen es 2009 zehn Millionen Alben sein.

ddp