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Panorama Tote durch Hurrikan „Sandy“ in der Karibik
Mehr Welt Panorama Tote durch Hurrikan „Sandy“ in der Karibik
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17:57 26.10.2012
Hurrikan „Sandy“ hinterlässt eine Spur der Verwüstung in der Karibik. Quelle: dpa
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Havanna

Hurrikan „Sandy“ hat bei seinem zerstörerischen Zug durch die Karibik mindestens 21 Menschen getötet und nimmt einen bedrohlichen Kurs auf die USA. Experten warnten am Freitag, dass der Sturm Anfang kommender Woche mit Starkregen, Hochwasser und heftigem Wind große Schäden im Nordosten Amerikas verursachen könnte.

Sollte „Sandy“ wie erwartet in der Region zwischen New York und Boston auf einen Wintersturm treffen, könnte das zum schwersten Unwetter seit langem führen, teilte der US-Wetterdienst mit. Millionen Bewohner sollten Vorkehrungen für mögliche Stromausfälle treffen. Medien bezeichneten das Unwetter in Anlehnung an das Monster Frankenstein als «Frankenstorm“.

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Am Donnerstag trafen erste Ausläufer des Hurrikans die Südostküste US-Bundesstaates Florida, wo es heftig regnete. Am Flughafen von Miami wurden die Flüge in die Karibik eingestellt. Die Behörden warnten Schwimmer davor, ins Wasser zu gehen, berichtete der Nachrichtensender CNN. Dennoch nutzten viele Surfer den starken Wellengang.

Nach seinem verheerenden Zug über Kuba, Jamaika, Haiti und den Bahamas mit mindestens 21 Toten verlor der Sturm laut Meteorologen an Kraft. Sie stuften ihn auf der fünfstufigen Skala für Hurrikane von 2 auf 1 herab. Zuletzt entwickelte er in seinem Zentrum Windgeschwindigkeiten von 130 Kilometern pro Stunde.


Hurrikan Sandy mit Kurs auf FloridaStepMap


Bei seinem möglichen Aufprall auf US-Festland am Dienstag dürfte er nur noch die Stärke eines Tropensturms haben. Dennoch könne er erhebliche Schäden anrichten. „Wenn der Sturm den Vorhersagen entspricht, erwarten wir bis zu fünf Milliarden Dollar Schaden“, sagte der Experte Chuck Watson der Finanznachrichtenagentur Bloomberg.

Der Sturm könne schwerere Schäden anrichten als Hurrikan „Irene“ im Vorjahr, sagte CNN-Wetterexperte Chad Myers. „Das könnte ein „perfekter Sturm“ werden wie vor 21 Jahren.“ Auch damals trafen ein Hurrikan und ein Sturm mit kalter Luft aus dem Nordosten zusammen. Die Folgen waren Schäden von Hunderten Millionen Dollar.

Die Stadt New York begann vorsorglich, sich auf ein Unwetterchaos einzustellen. Bürgermeister Michael Bloomberg richtete eine Notfall-Zentrale ein, schrieb die „New York Times“ am Freitag. Dennis Feltgen, Meteorologe des Nationalen Wetterdienstes, hielt die US-Bürger zur Aufmerksamkeit an: „Jeder entlang der US-Ostküste sollte den Sturm verfolgen. Wir sagen den Leuten nicht, dass sie jetzt in die Supermärkte stürmen und sich eindecken sollen – aber es ist jetzt eine Zeit des aufmerksamen Wartens.“

Unabhängig davon tobte auf den Philippinen der Tropensturm „Son-Tinh“. Acht Menschen kamen ums Leben. Mehrere Menschen wurden vermisst.

dpa

26.10.2012
26.10.2012