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Panorama Tödliches Glukosepräparat: Narkosemittel soll Ursache sein
Mehr Welt Panorama Tödliches Glukosepräparat: Narkosemittel soll Ursache sein
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13:57 25.09.2019
Aus dieser Kölner Apotheke stammt das tödliche Glukosepräparat. Quelle: Marcel Kusch/dpa

Die Ursache für den plötzlichen Tod einer 28-Jährigen und ihres Babys soll ein Narkosemittel sein, das berichtet der „WDR“. Demnach soll das Mittel einem Glukosepräparat untergemischt gewesen sein, mit dem Patientinnen auf Schwangerschaftsdiabetes getestet werden. Das Narkosemittel gelte als schnell wirksam und soll Lähmungserscheinungen verursachen.

Die Ermittler hatten den toxischen Stoff in einem Behälter der Apotheke festgestellt, aus dem Bestandteile in kleinere Tüten umgefüllt werden. Bislang ist unklar, ob Fahrlässigkeit der Grund für die Verunreinigung des Mittels war oder ob jemand vorsätzlich handelte. Man habe bereits etliche Beweismittel sichergestellt und erste Zeugen befragt, sagte der Kölner Staatsanwalt Ulrich Bremer. Auch eine Obduktion des Babys soll weitere Erkenntnisse bringen.

Mordkommission ermittelt

„Wir versichern, dass wir alles daran setzen werden, diese Ereignisse aufzuklären. Da arbeiten wir mit Hochdruck dran“, sagte der Leiter der Kriminalinspektion, Andreas Koch. Die Staatsanwaltschaft hat ein Verfahren gegen Unbekannt eingeleitet, eine Mordkommission ermittelt in alle Richtungen.

Die 28-jährige Kölnerin war in der vergangenen Woche an „multiplem Organversagen“ gestorben, nachdem sie eine Glukosemischung aus der Kölner Apotheke zu sich genommen hatte. Auch das ungeborene Baby, das man noch durch einen Kaiserschnitt zu retten versuchte, kam ums Leben.

Sind weitere verunreinigte Mittel im Umlauf?

Unklar ist, ob sich weitere vergiftete Mischungen im Umlauf befinden. Polizei und Stadt warnten ausdrücklich davor, Mittel mit Glukose einzunehmen, die in der Heilig-Geist-Apotheke in Köln-Longerich zusammengestellt wurden. Patienten, die glukosehaltige Präparate dieser Apotheke besitzen, sollten sie nicht einnehmen und umgehend bei der nächsten Polizeiwache abgeben. Bis zum Dienstag habe sich aber noch niemand gemeldet, sagte ein Sprecher der Polizei.

Die Stadt hat der Apotheke vorerst untersagt, selbstproduzierte Medikamente zu verkaufen.

Lesen Sie auch: Gefährlicher Glukosemix? Das sollten Sie über den Glukosetest wissen

RND/mat/dpa

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