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Panorama Tierparks sind für den Winter gewappnet
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12:49 01.12.2012
Bei kalten Temperaturen müssen Tierpfleger manchen ihrer Schützlinge besondere Fürsorge zukommen lassen: Ein Mitarbeiter des Zoo Hannover streicht einer Elefantenkuh die empfindliche Haut um die Augen, die Ohren und an den Füßen ein. Quelle: dpa
Hannover

Den Kamelstall mit einer wärmenden Extraportion Stroh auslegen, Pinguin-Bruthöhlen zum Schutz vor Glätte mit Holz auskleiden oder empfindliche Elefantenohren eincremen: Bei kalten Temperaturen müssen Tierpfleger in den hiesigen Zoos manchen ihrer Schützlinge besondere Fürsorge zukommen lassen. Nur wenige Tierparks legen eine Winterpause ein, andere bieten zusätzlich zum Bestaunen der Tiere noch einen Weihnachtsmarkt, Rodel- oder Schlittschuhbahn. Dies ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur. 

ZOO HANNOVER: Während es den Sibirischen Tigern im Zoo Hannover gar nicht kalt genug sein kann und sich auch die Seelöwen oder Kegelrobben mit Winterspeck für Frost gut gewappnet haben, sind etwa Löwen oder Erdmännchen für Wärmeplatten in ihrem Gehege dankbar. Die Elefanten als empfindliche „Dünnhäuter“ bekommen bei sehr kalten Temperaturen ihre Ohren mit Baby-Öl eingerieben, damit diese nicht abfrieren. 

ZOO OSNABRÜCK: Wie andernorts legen sich auch im Osnabrücker Zoo viele Tiere ein dickes Fell zu und machen sich so winterfest. Manche Tierart meidet im Winter das Außengehege und bleibt lieber im beheizten Innenquartier, zum Beispiel die Schimpansen. Die Kamele bekommen laut Zoosprecherin Lisa Josef eine Extraportion Stroh in ihre offenen Stallungen, die dann bald eine wärmende Matte bildet.

JADERPARK: In dem Tierpark in Jaderberg nahe Varel gehen durchaus auch Affen, Löwen oder Geparden bei Schnee gerne mal nach draußen, nur feucht-kaltes Wetter ist allgemein unbeliebt. Giraffen oder Flamingos halten die Tierpfleger von vereisten Flächen lieber fern - wegen besonders hoher Beinbruchgefahr. Wie auch andernorts werden vor dem Winter sämtliche Heizungen und Wasserleitungen überprüft. 

TIERPARK NORDHORN: Auch in Nordhorn bleiben die meisten Tiere zu sehen. Lediglich Reptilien und Amphibien begeben sich in Winterruhe oder werden eingewintert - „raus aus dem Teich, rein in den kühlen Keller“, wie Biologin Ina Deiting erzählt. Totenkopfäffchen bleiben im Winter ebenfalls lieber drinnen und sammeln sich dort zur Freude vieler Besucher in einem Pulk - auf einem Brett über der Heizung. 

WILDPARK LÜNEBURGER HEIDE: Der Wildpark in Nindorf hält überwiegend Tiere aus unserer Klimazone und muss daher wenig vorbereiten. Manche Exoten bekommen laut Obertierpflegerin Alexandra Urban aber ein beheiztes Winterquartier: „So haben die Pelikane im Winter keine Flugvorführung, sondern sozusagen Urlaub.“ Andere Tiere wie die Nasenbären entscheiden selber, wie lange sie sich draußen aufhalten. 

ZOO BREMERHAVEN: Der „Zoo am Meer“ beherbergt hauptsächlich Arten, die auch in kälteren Regionen vorkommen. Der Eisbär etwa vertrage ohne Probleme Temperaturen bis minus 40 Grad Celsius, erzählt Zootierarzt Joachim Schöne. Auch die Humboldt-Pinguine hielten sehr große Temperaturunterschiede aus. Damit der Metallboden ihrer Bruthöhlen aber nicht zu glatt wird, werden sie mit Holz ausgelegt. 

dpa

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