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Panorama Tierarzt zu mysteriöser Hundekrankheit: Vor 13 Jahren ähnliche Vorfälle
Mehr Welt Panorama Tierarzt zu mysteriöser Hundekrankheit: Vor 13 Jahren ähnliche Vorfälle
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20:49 21.09.2019
Eine Wissenschaftlerin obduziert Gewebeproben eines an der noch unbekannten Krankheit verstorbenen Hundes. Quelle: Ørn E. Borgen/NTB scanpix/dpa
Engelskirchen/Oslo

Eine mysteriöse Hundekrankheit sorgt in Norwegen für Aufregung - und auch in Deutschland ist es bereits zu einem Fall gekommen. Nun äußert sich ein deutscher Tierarzt zu den Geschehnissen: Auf Facebook analysiert Tierarzt Sebastian Goßmann-Jonigkeit aus Engelskirchen nahe Köln das Krankheitsbild - und weist darauf hin, dass es vor 13 Jahren "übrigens schon mal ein ähnlich gehäuftes Auftreten von blutigen Durchfällen bei Hunden in Norwegen" gab.

Im aktuellen Fall waren Dutzende Hunde in Norwegen an der mysteriösen Krankheit gestorben, die mit Schlappheit, Erbrechen und blutigem Durchfall begann und dann tödlich endete. Und auch in Schleswig-Holstein ist es bereits zu einem Fall gekommen. Unklar ist jedoch, warum die Hunde krank werden - die Infektion ist ein Rätsel für die Tierärzte. Sie wissen nicht, wodurch sie ausgelöst wird und ob sie ansteckend ist. Nur, dass es ganz schnell geht. Innerhalb von 24 Stunden kann ein gesundes Tier plötzlich tot sein. Doch nicht alle sterben daran, die meisten erholen sich auch wieder.

Veterinärinstitut arbeitet mit Hochdruck daran, dem Erreger auf die Spur zu kommen

Das Veterinärinstitut und die Lebensmittelaufsicht in Norwegen arbeiten nun mit Hochdruck daran, dem Erreger der Krankheit auf die Spur zu kommen. Das könnten Bakterien, Viren, Pilze, Parasiten und Algen sein - oder die Folgen von Regen, Temperatur oder schlechter Wasserqualität. Auch frühere Fälle im In- und Ausland würden untersucht. Erste Obduktionen weisen darauf hin, dass alle Hunde eine kräftige, blutige Darmentzündung hatten. Zwei Bakterien wurden bislang nachgewiesen: Providencia alcalifaciens und Clostridium perfringens. Vergiftet wurden die Hunde nicht und auch eine Infektion mit Salmonellen oder Campylobacter kann ausgeschlossen werden.

Darauf geht auch Tierarzt Goßmann-Jonigkeit ein und glaubt, wie er auf Facebook schreibt, dass die Ansteckungsgefahr nicht sehr hoch ist - "da in manchen Mehrhunde-Haushalten meist nur ein Individuum erkrankte". Dann kommt er auf die ähnlichen Fälle vor 13 Jahren zu sprechen: "Auch damals überlebte der absolute Großteil, wohingegen einzelne Tiere starben." Und weiter: "Das gefundene Bakterium Providencia alcalifaciens war auch bei zu der Zeit erkrankten Tieren nachweisbar. Ob es sich auf die aktuellen Fälle übertragen lässt, bleibt abzuwarten, aber nach derzeitigem Stand spricht einiges dafür." Ob er recht damit hat, wird sich vermutlich bei kommenden Untersuchungen zeigen.

+++ [UPDATE] Mysteriöse Hunde-Krankheit in Norwegen +++Nach aktuellem Stand können folgende Erkrankungen bzw. Erreger...

Gepostet von Tierarztpraxis Dr. Jonigkeit am Freitag, 20. September 2019

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RND/hsc/dpa

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