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Panorama Tafel-Spenden reichen nicht mehr aus
Mehr Welt Panorama Tafel-Spenden reichen nicht mehr aus
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12:01 25.10.2014
An den Lebensmittel-Ausgabestellen der Tafeln in Niedersachsen und Bremen reihen sich immer mehr Flüchtlinge in die Schlange der Bedürftigen.
An den Lebensmittel-Ausgabestellen der Tafeln in Niedersachsen und Bremen reihen sich immer mehr Flüchtlinge in die Schlange der Bedürftigen. Quelle: Carmen Jaspersen
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Hannover

Der Flüchtlingsandrang bei den Tafeln in Niedersachsen und Bremen wird immer größer. Karl-Heinz Krüger, Vorsitzender des Landesverbands der Tafeln, spricht von einer „erkennbar steigenden Tendenz“. Für die Tafeln wird das zum Problem: „Wir können nur das ausgeben, was wir an Spenden bekommen“, sagt Krüger. Genaue Zahlen konnten die Tafeln nicht nennen.

Um die rund 100 Tafeln im Landesverband zu unterstützen, ist nach Ansicht von Krüger die Politik gefragt. Wenn die Spenden nicht mehr ausreichten, müsse der Staat andere Möglichkeiten suchen, die Defizite auszugleichen. „Wir können nicht alles tun und vor allem den Staat nicht aus seiner Verantwortung entlassen“, betonte er.

Schon jetzt kann die Bremer Tafel den Flüchtlingszustrom nicht mehr bewältigen. Bis Ende des Jahres wurde nach Angaben einer Mitarbeiterin ein „Aufnahmestopp“ für Flüchtlinge verhängt - zumal gleichzeitig das Spendenaufkommen sinke. Die Lebensmittel reichten nicht aus, was Frust erzeuge - bei den Kunden wie auch den ehrenamtlichen Mitarbeitern der Tafeln.

Sprachbarrieren und eine falsche Vorstellung über die Aufgabe der Tafeln fördern nach Krügers Einschätzung Konflikte an den Ausgabestellen. Es sei nicht einfach, den Flüchtlingen zu erklären, dass die Tafeln keine staatliche Einrichtung seien, bei denen man Ansprüche geltend machen könne.

Um Schwierigkeiten wegen des Andrangs an den Ausgabestellen zu vermeiden, beliefert die Tafel in Hannover Flüchtlingsheime - und das bereits seit mehr als 15 Jahren, wie der Leiter der Einrichtung, Horst Walter Gora, betont. Die Lage sei längst nicht so dramatisch wie in Bremen. Es nutzten zwar mehr Menschen das Angebot, das sei aber nicht den steigenden Flüchtlingszahlen geschuldet.

dpa

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