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Panorama Südkoreanisches Kriegsschiff gesunken
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10:45 27.03.2010
An der Grenze zu Nordkorea ist am Freitag ein Kriegsschiff der südkoreanischen Marine gesunken.
An der Grenze zu Nordkorea ist am Freitag ein Kriegsschiff der südkoreanischen Marine gesunken. Quelle: dpa
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Die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap bezog sich in der Meldung vom Sonnabendmorgen (Ortszeit) auf eine nicht näher bezeichnete Gewährsperson der Marine. Die Streitkräfte erklärten, sie könnten die Angaben nicht bestätigen. 58 Besatzungsmitglieder seien aber gerettet worden.

Laut einem unbestätigten Yonhap-Bericht ereignete sich an Bord des Schiffes eine Explosion. Präsident Lee Myung-bak berief sein Sicherheitskabinett zu einer Sitzung ein. Ob das Schiff von nordkoreanischer Seite angegriffen wurde, sei unklar, sagte eine Präsidentensprecherin der Agentur Yonhap.

Das Schiff befand sich nach Angaben aus Militärkreisen auf Patrouille vor der Insel Baengyeong, die von Südkorea kontrolliert wird. Zur Rettung der Besatzungsmitglieder wurden sechs weitere Schiffe der Marine und zwei Boote der Küstenwache in das Seegebiet geschickt. Die Bergungsarbeiten dauerten bis in die Nacht an, gegen Mitternacht koreanischer Zeit waren 58 Soldaten gerettet.

Yonhap meldete, ein anderes südkoreanisches Kriegsschiff habe Schüsse in Richtung Nordkorea abgefeuert. Ein Mitarbeiter des südkoreanischen Generalstabs bestätigte der Nachrichtenagentur AP, es seien Schüsse auf ein vom Radarschirm des Schiffes entdecktes Objekt abgegeben worden. Möglicherweise habe es sich dabei aber nur um einen Vogelschwarm gehandelt.

An der Seegrenze zwischen Nord- und Südkorea ist es in den vergangenen Monaten wiederholt zu Feuergefechten gekommen. Nach dem Koreakrieg zwischen dem kommunistischen Norden und dem von den USA unterstützten Süden in den Jahren 1950 bis 1953 wurde nur ein Waffenstillstand, aber kein Friedensvertrag geschlossen. Die Seegrenze wurde deshalb einseitig von UN-Truppen festgelegt.

ap

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