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Panorama Südkorea erwägt Verbot von Hundefleisch in Restaurants
Mehr Welt Panorama Südkorea erwägt Verbot von Hundefleisch in Restaurants
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14:24 25.11.2021
Tierschützerinnen und Tierschützer protestieren in Südkorea gegen den Verzehr von Hundefleisch.
Tierschützerinnen und Tierschützer protestieren in Südkorea gegen den Verzehr von Hundefleisch. Quelle: AP
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Seoul

In Südkorea soll sich eine Arbeitsgruppe mit einem möglichen Verbot von Hundefleisch befassen. Beamte, Experten und Vertreter betroffener Organisationen sollten Informationen sammeln und eine Empfehlung aussprechen, ob der Verzehr von Hundefleisch verboten werden könne, teilten das Landwirtschaftsministerium und sechs weitere Behörden am Donnerstag mit. Das bedeute aber nicht zwingend, dass ein Verbot erlassen werde.

Sinkende Nachfrage nach Hundefleisch

Derzeit ist der Konsum von Hundefleisch in Südkorea weder gestattet noch ausdrücklich verboten. Pro Jahr werden zwischen einer und anderthalb Millionen Hunde für den Verzehr geschlachtet. Das ist deutlich weniger als noch zu Beginn des Jahrhunderts. In den Restaurants geht die Nachfrage nach Hundefleisch zurück, besonders junge Leute haben wenig Appetit darauf. Zugleich werden Hunde als Haustiere immer beliebter. Umfragen ergaben aber keine Mehrheit für ein Verbot.

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Generalsekretär Ju Yeongbong spricht bei einer Nationalversammlung über den problematischen Verzehr von Hundefleisch. Quelle: AP

Der Tierschutzverband kritisierte, dass die Regierung der Arbeitsgruppe keine klaren Vorgaben für ein Verbot gemacht habe. Der Hundemästerverband warf der Regierung dagegen vor, sie wolle den Menschen vorschreiben, was sie essen und wie sie leben sollten. Die meisten Hundemäster seien arme, ältere Leute. Generalsekretär Ju Yeongbong schlug vor, den Verzehr von Hundefleisch noch etwa 20 Jahre zu gestatten, in der Erwartung, dass sich das Problem durch weiter sinkende Nachfrage von selbst erledigt.

RND/AP

Der Artikel "Südkorea erwägt Verbot von Hundefleisch in Restaurants" stammt von unserem Partner, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.