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Panorama Suche nach vermisstem Matrosen eingestellt
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13:10 09.08.2012
Das Forschungsschiff „Heincke“ gehört dem Bundesforschungsministerium und wird vom Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven betrieben. Quelle: dpa
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Bremen

Die Seenotretter haben die Suche nach einem vermissten Matrosen in der Nordsee eingestellt. „Wir haben alles Menschenmögliche getan“, sagte Bernd Anders von der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger am Donnerstag in Bremen. „So lange es keine neuen Anhaltspunkte gibt, wird nicht mehr weiter gesucht.“ Das Besatzungsmitglied des deutschen Forschungsschiffes „Heincke“ war am Mittwoch über Bord gegangen. Stundenlang hatten zahlreiche Schiffe und Hubschrauber die Nordsee nach ihm durchkämmt – ohne Ergebnis.

Die „Heincke“ war auf einer neuntägigen Expedition in der Deutschen Bucht unterwegs. An Bord befanden sich sechs Wissenschaftler und zwölf Seeleute. Kollegen hatten den Matrosen zuletzt gegen 2.30 Uhr gesehen, als das Schiff etwa zwölf Seemeilen östlich an Helgoland vorbeifuhr. Am Morgen bemerkte die Besatzung dann, dass der Mann fehlte. Wann genau er ins Wasser gefallen war, ist nach wie vor unklar. Wie es zu dem Unglück kommen konnte, steht ebenfalls noch nicht fest.

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Mit bis zu vier Hubschraubern und 26 Schiffen hatten die Retter am Mittwoch immer wieder das Gebiet von Helgoland bis zur Westküste Schleswig-Holsteins abgesucht. „Wir danken allen Helfern für ihren professionellen und aufopferungsvollen Einsatz. Unser Mitgefühl gilt jetzt der Familie des Matrosen sowie seinen Freunden und Kollegen“, teilte Heike Wolke vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) in Bremerhaven mit.

Das AWI betreibt die 55 Meter lange „Heincke“, die dem Bundesforschungsministerium gehört. Am 2. August hatte das Schiff Bremerhaven verlassen. Während der Forschungsfahrt nahmen die Wissenschaftler Proben vom Meeresboden in der Deutschen Bucht, um diese biologisch und geologisch zu untersuchen. Das Schiff sollte ursprünglich am Freitag in seinen Heimathafen zurückkehren.

Das AWI betonte, dass Sicherheit an Bord eine große Rolle spiele. „Wissenschaftler werden zum Auftakt einer jeden Expedition ausführlich in Sicherheitsfragen eingewiesen - sowohl, was das allgemeine Verhalten an Bord betrifft als auch die Vorkehrungen für einen möglichen Ernstfall“, sagte der wissenschaftliche Koordinator der „Heincke“, Rainer Knust.

dpa

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