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Panorama Stuttgart-21-Gegner im Endspurt vor der Wahl
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20:58 19.03.2011
Auch eine Woche vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg waren Demonstranten gegen das umstrittene Bahnprojekt auf der Straße. Mit dabei waren auch Atomkraftgegner. Quelle: dpa
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Unterstützung bekamen die Demonstranten von zahlreichen Atomkraftgegnern, die sich mit gelben Anti-Atomkraft-Fahnen und -Plakaten unter die Projektgegner mischten. Neben „Oben bleiben“ - also die Beibehaltung des bestehenden Kopfbahnhofs in Stuttgart - forderten die Demonstranten dieses Mal auch „Abschalten“ und „Abwählen“. „Beides, die Atomenergie-Nutzung und dieses unsinnige Bahnprojekt, sind Ausdruck einer starrhalsigen Politik“, hieß es bei der Kundgebung unter dem Motto „Den Wechsel wählen - Demokratie statt Stuttgart 21“.

Die Grünen legten im Streit um das Bahnprojekt nach: Eine von ihnen in Auftrag gegebene Studie kommt zu dem Ergebnis, dass am neuen Bahnhof nicht so viele Züge abgefertigt werden könnten wie von den Befürwortern behauptet. Das berichtet das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. Die Bahn und das Stuttgarter Verkehrsministerium zweifeln an den Aussagen der Studie.

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Nach Erkenntnissen der Wissenschaftler könnten in der geplanten achtgleisigen Station zwischen sieben und acht Uhr maximal 42 Züge abgefertigt werden, also gerade mal vier Züge mehr als im aktuellen Fahrplan 2011. Avisiert sind jedoch 49 Züge. Bahnvorstand Volker Kefer hält diese Aussage für nicht nachvollziehbar. Die Bahn sei weder in die Studie einbezogen noch über sie informiert worden, sagte er der Nachrichtenagentur dpa.

Die Deutsche Bahn hatte sich verpflichtet, einen Stresstest für den geplanten Bahnknoten Stuttgart 21 anhand einer Simulation durchzuführen. Sie muss dabei den Nachweis führen, dass ein Fahrplan mit 30 Prozent Leistungszuwachs möglich ist. Mit einem Ergebnis sei aber erst im Juni zu rechnen, erklärte Kefer. Der Stuttgarter Hauptbahnhof soll in eine unterirdische Durchgangsstation umgewandelt und an eine Schnellbahntrasse angeschlossen werden.

dpa