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Panorama Sturmtief „Ulli“ richtet wenig Schaden an
Mehr Welt Panorama Sturmtief „Ulli“ richtet wenig Schaden an
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08:57 04.01.2012
Foto: Sturmtief „Ulli“ brachte viel Wind nach Deutschland.
Sturmtief „Ulli“ brachte viel Wind nach Deutschland. Quelle: dpa
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Berlin

Am stärksten betroffen war der Norden Deutschlands. Im Rest der Bundesrepublik blieb es hingegen verhältnismäßig ruhig, wie die Polizeidienststellen mitteilten. „Es hat zwar gestürmt, aber alles halb so wild“, sagte ein Sprecher der Polizei Gera. Lediglich im Harz in Sachsen-Anhalt pustete „Ulli“ noch etwas kräftiger.

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes DWD wurden an der Nordseeküste auf der Insel Helgoland und in St. Peter-Ording (Kreis Nordfriesland) Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 112 Stundenkilometer gemessen. Im Binnenland war es mit Windgeschwindigkeiten bis 104 km/h (Kiel und Schleswig) nur unwesentlich ruhiger, sagte Meteorologe Robert Hausen.

Im niedersächsischen Voltlage ist ein 19-Jähriger mit seinem Auto von einer Windböe erfasst worden und seitlich gegen einen Baum geprallt, teilte die Polizei Bersenbrück mit. Der junge Mann kam ins Krankenhaus, am Wagen entstand ein Totalschaden.

In den Harzregionen Sachsen-Anhalts hatten die Beamten dank „Ulli“ mehr zu tun. Einige Straßen seien immer noch wegen umgestürzter Bäume gesperrt, sagte ein Sprecher der Polizei Magdeburg. Auf der Bundesstraße zwischen Wernigerode und Ilsenburg sei ein LKW-Anhänger umgestürzt, im Salzlandkreis sorgte ein gerissenes Stromkabel für einen Stromausfall. Verletzte habe es aber auch hier nicht gegeben.

Im nordrhein-westfälischen Ennepetal (Ennepe-Ruhr-Kreis) mussten am Dienstagabend rund 290 Menschen aus einem Regionalzug befreit worden, nachdem ein umgestürzter Baum das Gleis versperrt und eine Weiterfahrt unmöglich gemacht hatte. Der Deutsche Wetterdienst warnte am frühen Mittwochmorgen weiterhin vor Sturmböen und Gewittern an den deutschen Küsten.

dpa

Karl Doeleke 03.01.2012
03.01.2012