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Panorama Sturmtief "Axel" fegt über den Norden hinweg
Mehr Welt Panorama Sturmtief "Axel" fegt über den Norden hinweg
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22:12 04.01.2017
Orkanartige Böen: Anleger in Dagebüll (Schleswig-Holstein). Quelle: dpa
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Hannover

Sturmtief "Axel" hat am Mittwochmorgen etliche Züge der Deutschen Bahn ausgebremst. Betroffen war nach Angaben eines Bahn-Sprechers die Strecke von Bremen nach Hannover. Zwischen Eystrup und Nienburg/Weser wurde seit 4.30 Uhr der Nahverkehr wegen umgestürzter Bäume durch Busse ersetzt. Der Fernverkehr wurde weiträumig über Hamburg oder Rheine umgeleitet. Es kam zu erheblichen Verspätungen und Zugausfällen. Mittlerweile ist die Strecke wieder frei, nach Angaben der Bahn kann es aber noch zu Verspätungen kommen. Ebenfalls Behinderungen wegen umgestürzter Bäume gab es auf den Strecken Kiel-Hamburg und Schwerin-Hamburg. (zur Live-Auskunft der Bahn)

Der Deutsche Wetterdienst hatte für Niedersachsen und Norddeutschland eine Wetterwarnung herausgegeben. Bis Mittwochmittag war mit Sturmböen der Stärke 9 zu rechnen, an der Nordseeküste waren orkanartige Böen um 110 Stundenkilometern möglich.

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Wie der NDR berichtet, hat das Sturmtief auch Auswirkungen auf den Fährverkehr zu den norddeutschen Inseln. Die Verbindungen nach Helgoland wurden demnach eingestellt. Die Fähre von und nach Wangerooge am Nachmittag wurde ebenfalls gestrichen.

Sturmflut erreicht Ostseeküste

Eine teils heftige Sturmflut hat am Mittwoch die deutsche Ostseeküste erreicht. Auf den Inseln Rügen und Usedom überspülten die Wellen die Strände bis zu den Dünen. Seebrücken wurden vorsorglich gesperrt. In Stralsund, Wismar, Lübeck und Rostock drückte sich in Hafennähe das Ostseewasser durch Kanalisation und Gullys. Anwohner sicherten in den Ostseestädten Häuser und Gaststätten mit Spundwänden und Sandsäcken. Größere Schäden waren nach Angaben der Behörden bis 20 Uhr nicht bekannt.

In der Rostocker Altstadt waren Straßen teilweise überflutet. Dort stand das Wasser bis zu 20 Zentimeter hoch. In Wismar kam es im Bereich des Alten Hafens teilweise zu Überschwemmungen, wie ein Stadtsprecher sagte. An den Küsten Mecklenburg-Vorpommerns und Schleswig-Holsteins wurden am Abend bereits Wasserstände von mehr als 1,40 Meter über Normal, in Wismar und Lübeck von mehr als 1,50 Meter über Normal gemessen.

20 Feuerwehreinsätze in Hamburg

In Hamburg verursachte "Axel" 20 Feuerwehreinsätze. Verletzte gab es nicht, wie ein Sprecher am Mittwochmorgen sagte. Die Einsätze beschränkten sich demnach auf vollgelaufene Keller, überspülte Straßen und umgestürzte Bäume. "Es war im Vergleich zu anderen Unwettern eine ruhige Nacht", betonte der Sprecher. 

frs/dpa