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Panorama Sturmtief Andrea bringt Regen, Schnee und Sturmflut
Mehr Welt Panorama Sturmtief Andrea bringt Regen, Schnee und Sturmflut
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19:10 05.01.2012
Regen satt und schwere Böen: Kaum ist Orkan „Ulli“ abgezogen, sorgt Sturmtief „Andrea“ in Niedersachsen für Wirbel.
Regen satt und schwere Böen: Kaum ist Orkan „Ulli“ abgezogen, sorgt Sturmtief „Andrea“ in Niedersachsen für Wirbel. Quelle: dpa
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Bremen/Hannover

Heftige Orkanböen, Regen, Schnee und eine Sturmflut: Tief „Andrea“ hat weite Teile von Niedersachsen am Donnerstag ordentlich durchgepustet.

Im Oberharz behinderten Schneeverwehungen den Verkehr. An vielen Orten stürzten auch Bäume auf die Straße und behinderten den Verkehr. An der Nordseeküste stieg das Hochwasser am Vormittag etwa einen Meter höher als normal. Polizei und Feuerwehr rückten zu etlichen Einsätzen aus. Zumeist ging es um umgestützte Bäume oder von der Straße abgekommene Autos und Lastwagen. In Bremen stürzte ein Baum auf ein Taxi und verletzte den Fahrer.

Mit etwa 1,2 Meter über dem normalen Hochwasser in Bremen und knapp einem Meter in Bremerhaven, Wilhelmshaven und Emden wurde die Sturmflutmarke (1,5 Meter) am Vormittag noch nicht erreicht. Im Laufe des Tages solle „Andrea“ aber noch an Stärke zulegen. Für die Nacht zu Freitag erwartete das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) an der ostfriesische Küste und im Wesergebiet eine Sturmflut mit etwa 1,5 Meter über dem normalen Hochwasser. In Nordfriesland und dem Elbegebiet sollten es 1,5 bis 2 Meter werden.

Am Mittag fegte der Sturm nach Angaben des Hamburger Instituts für Wetter- und Klimakommunikation mit Spitzengeschwindigkeiten von 108 Kilometern pro Stunde über Norderney und Helgoland hinweg. Auf dem höchsten Berg des Harzes, dem Brocken erreichten die Böen bis zu 162 Kilometern pro Stunde.

Nach dem Dauerregen der vergangenen Wochen könnten die Böden jetzt kein Wasser mehr aufnehmen, berichtete der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN). Die Flüsse Lune, Oste, Wümme, Ise, Nette, Aller, Leine, Oker und Hase seien bereits angeschwollen und sollten im Laufe des Donnerstags weiter stark zulegen. Teilweise sei die zweite Meldestufe erreicht. Der Pegel der Weser in HannMünden stand am Mittag bei 3,65 Metern und damit noch unterhalb der niedrigsten Warnstufe, so dass hier in den nächsten Tagen nicht mit einem größeren Hochwasser gerechnet werden müsse.

frx/dpa