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Panorama Küste rüstet sich für weitere Sturmflut
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12:53 11.01.2015
Foto: An der Nordseeküste wird am Sonntag eine Sturmflut erwartet.
An der Nordseeküste wird am Sonntag eine Sturmflut erwartet.  Quelle: Carsten Rehder/dpa
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Hannover

Nach den Sturmtiefs "Elon" und Felix" stehen der deutschen Nordseeküste weitere Sturmfluten bevor. Allerdings sollten die Pegel nicht mehr so hoch steigen, sagte die Sprecherin des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), Herma Heyken, am Sonntag. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sollte es in Niedersachsen und Bremen am Sonntag stürmisch bleiben, vereinzelt seien orkanartige Böen und Glatteis möglich.

Am stärksten war die Sturmflut in der Nacht zum Sonntag - mit einem Wasserstand von etwa 2 Metern über dem mittleren Tidehochwasser auf Norderney. Am Festland wurde die Zwei-Meter-Marke deutlich geknackt, wie Heyken sagte. In Otterndorf wurden 2,72 Meter gemessen, am Emssperrwerk bei Gandersum nahe Leer 2,66 Meter. Bei derartigen Wasserständen stehen in der Regel Strände und Hafenflächen unter Wasser.

Bis Montag solle es insgesamt sechs Sturmfluten binnen drei Tagen geben, sagte Heyken. Eine solche Serie von Sturmfluten bezeichnete sie als "ungewöhnlich". Für die Sturmflut am Sonntagnachmittag sind laut Landesbetrieb Pegelstände bis zu 1,75 Meter am Festland und bis zu 1,5 Meter auf den Inseln angekündigt. Die Deiche seien sicher und unbeschädigt, denkbar seien aber Dünenabbrüche auf den Inseln.

Bahn: Weiter Verzögerungen zwischen Hannover und Hamburg

Sturmtief "Felix" hatte am Samstag in weiten Landesteilen den Bahnverkehr lahmgelegt und für langes Warten gesorgt. Nach Angaben einer Bahnsprecherin fahren die meisten Züge wieder nach Fahrplan. Schwierigkeiten gab es noch auf der Verbindung Hannover-Hamburg bei Lüneburg: Wegen Oberleitungsschäden sei die Strecke nur eingleisig befahrbar, es kam daher zu Verspätungen.

Zudem wurden zahlreiche Bäume entwurzelt oder abgeknickt. Die Feuerwehr war wegen beschädigter Dächer oder abgebrochener Äste im Dauereinsatz. Nach Angaben der Polizei in Niedersachsen gab es keine Meldungen über Schwerverletzte oder dramatische Schäden. In Bremen war am frühen Sonntagmorgen das Wasser an einigen Stellen über die Ufer getreten. Die Rettungskräfte schleppten nach Feuerwehrangaben vorsorglich parkende Autos am Ufer ab.

Die Polizei Hannover registrierte bis zum Sonntagvormittag exakt 123 Einsätze wegen des Sturms. In der Landeshauptstadt und der Region Hannover haben die Sturmtiefs Baustellenabsperrungen umgeweht oder Dachziegel von Häusern gerissen. Verletzt wurde niemand. Am Sonnabend war zudem der Üstra-Verkehr zeitweise unterbrochen.

Die Polizeidirektion Goslar registrierte bis Sonntagvormittag etwa 120 Einsätze, die meisten davon wegen umgestürzter Bäume, Baken oder Verkehrsschilder. Außerdem wurden drei Landstraßen überflutet. Allein achtmal mussten die Beamten ausrücken, weil Alarmanlagen ausgelöst hatten. Im Raum Einbeck zwischen Relliehausen und Eschershausen wurde eine Straße wegen umgestürzter Bäume und Sturmböen gesperrt. Die L548 sollte bis Montagmittag wieder freigegeben werden.

Die Polizeidirektion Lüneburg sprach von "einigen 100" Einsätzen. Auch hier blieb es aber nach Angaben eines Sprechers bei kleinen Schäden wie umgestürzten Bäumen oder heruntergefallenen Dachziegeln. "Dafür, dass der Sturm doch recht heftig war, ist es ziemlich glimpflich ausgegangen", sagte ein Sprecher. Etwa 100 Einsätze wurden in Osnabrück und im Emsland verzeichnet. Ein Motorradfahrer wurde leicht verletzt, nachdem er von einer Windböe erfasst worden war.

Im Nordwesten gab es nur 15 sturmbedingte Einsätze, wie die Polizeidirektion Oldenburg mitteilte. Ein Autofahrer wurde auf der Autobahn 28 leicht verletzt, nachdem sein Wagen vermutlich wegen einer eine Sturmböe ins Schleudern geraten war.

dpa/frs

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