Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Panorama Streit um Knut beendet
Mehr Welt Panorama Streit um Knut beendet
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:56 07.07.2009
Drei Lebensstationen von Knut, der nun ein "echter" Berliner wird. Quelle: Michael Kappeler/Marcus Brandt/Sebastian Willnow/ddp
Anzeige

Nach Informationen der in Berlin erscheinenden Tageszeitung „B.Z.“ wurde vereinbart, dass Knut dauerhaft im Berliner Zoo bleiben darf. Als Gegenleistung bekomme der Zoo Neumünster 430.000 Euro ausgezahlt, hieß es auf der Internetseite des Blattes. Ein Zoosprecher kündigte an, die Öffentlichkeit werde am Mittwoch informiert. Wie die Details der Einigung aussehen, wollte er nicht sagen.

Der Streit war seit Mai dieses Jahres vor dem Berliner Landgericht verhandelt worden. Der Tierpark Neumünster hatte auf Auskunft über die Lizenzeinkünfte geklagt, die der berühmte Eisbär dem Berliner Zoo gebracht hat. Als Eigentümer von Knut bestand der Tierpark Neumünster auf einem Teil der Einnahmen. Der hauptstädtische Zoo hatte eine Offenlegung seiner Gewinne abgelehnt. Rund sechs Millionen Euro soll der Zoo mit Eisbär Knut verdient haben.

Anzeige

Das Gericht hatte zunächst im Rahmen einer Güteverhandlung einen Vergleich angeregt, der jedoch nicht zustande kam. Berliner Zoo und Tierpark Neumünster hatten sich dann bereiterklärt, nochmals Vergleichsgespräche zu führen. Für den Fall, dass es keine Einigung gegeben hätte, wollte das Landgericht am 1. September ein Urteil verkünden.

Knuts Vater Lars war aus Neumünster nach Berlin zu Zuchtzwecken ausgeliehen worden. Nach erfolgreicher Paarung mit der Berliner Eisbärin Tosca kam im Dezember 2006 Knut zur Welt. Am 23. März 2007 wurde das Eisbärenjunge, das per Hand aufgezogen wurde, weil Tosca es verstoßen hatte, erstmals der Öffentlichkeit gezeigt. Seither ist der Eisbär eine Attraktion. Sein Ruhm reicht weit über die Grenzen Deutschlands hinaus. Um Knuts Verbleiben in Berlin hatten viele seiner Fans lange gebangt.

ddp