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Panorama Steuerbehörde ermittelte gegen Amokläufer
Mehr Welt Panorama Steuerbehörde ermittelte gegen Amokläufer
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12:08 06.06.2010
Quelle: dpa
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Mit seinem Zwillingsbruder, seinem ersten Opfer, stritt er um das Testament des Vaters. Wegen Diebstahls wurde der Täter von seinem früheren Arbeitgeber entlassen.

Bekannte beschrieben den Mann, der laut Polizei seit 20 Jahren einen Waffenschein hatte, als freundlich, ruhig und beliebt. Doch hinter der Fassade hatte der Taxifahrer offenbar viel Wut aufgebaut. Nachdem er seinen Zwillingsbruder und einen Anwalt der Familie erschossen hatte, brach der Amokschütze zu einer mehr als 70 Kilometer langen Fahrt durch die ländliche Gegend in Nordengland auf. Er mied Hauptstraßen und schoss immer wieder aus dem Fenster seines Taxis auf Passanten.

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Die Polizei durchsuchte das Haus des Schützen, in dem er mit seiner 90-jährigen Mutter lebte. Die Beamten beschlagnahmten zahlreiche Unterlagen, fanden aber keinen Abschiedsbrief. Der leitende Ermittler Iain Goulding, sagte, möglicherweise werde man nie erfahren, was den Taxifahrer zu dem Amoklauf getrieben habe.

Bei der Tat benutzte der 52-Jährige eine Schrotflinte und ein Gewehr mit Zielfernrohr. Unter den Opfern sind ein Bauer, der gerade Hecken schnitt, ein Radfahrer und ein Rentnerpaar. Außer anscheinend zufällig ausgewählte Personen nahm der Taxifahrer aber auch ehemalige Kollegen aus einem Kraftwerk ins Visier, wo er wegen Diebstahls entlassen worden war.

Nachdem er zwölf Menschen getötet und elf weitere verletzt hatte, nahm sich der 52-Jährige in einem abgelegenen Waldstück das Leben. Die Polizei war im auf der Spur. Allerdings wurde Kritik laut, wieso die Beamten den Täter nicht früher stoppen konnten.

Folgenschwerster Amoklauf in Großbritannien seit 14 Jahren
Es war der folgenschwerste Amoklauf in Großbritannien seit 1996, als ein Mann in einer Grundschule im schottischen Dunblane 16 Kinder und einen Lehrer erschoss. 1987 hatte ein Amokläufer in der englischen Stadt Hungerford 16 Menschen getötet. Anschließend wurde das britische Waffenrecht verschärft.

ap