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Panorama Städte bauen Bus-Flotten um
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10:08 05.05.2016
Elektrobus in Hannover. Quelle: Stratenschulte
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Hannover/Bremen

E-Bikes, E-Autos, E-Busse - der Elektroantrieb gilt als eine der Zukunftstechnologien. Die ist zwar noch ziemlich teuer. Aber qualmende Dieselbusse sollen im Öffentlichen Nahverkehr möglichst bald der Vergangenheit angehören. In Niedersachsen nutzen viele Städte Elektro-, Hybrid- oder erdgasbetriebene Busse im Voll- oder Testbetrieb, und das Land fördert Öko-Busse besonders. Auch Bremen hat sich ehrgeizige Ziele gesetzt. Niedersachsens Verkehrsminister Olaf Lies (SPD) sieht den ÖPNV in Sachen Schadstoffausstoß in einer Vorbildfunktion. Das Land fördere Omnibusse mit schadstoffarmen oder -freien Antrieben in besonderer Weise: "Von den 43,7 Millionen Euro an Fördermitteln in 2015/2016 flossen 8,7 Millionen Euro in die Anschaffung von E-Bussen und Bussen mit Hybrid- oder Erdgas-Antrieben", bilanziert Lies mit Blick auf das 2015 neu aufgelegte Busförderprogramm.

OLDENBURG In der drittgrößten niedersächsischen Stadt sollen bis zum Herbst alle Dieselbusse durch erdgasbetriebene Busse ersetzt werden. Von den insgesamt 97 Fahrzeugen sind bereits jetzt 85 Erdgas-Busse, die Anschaffung von weiteren 10 Bussen wurde vom Land mit 1,1 Millionen Euro gefördert.

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OSNABRÜCK Bis 2018 sollen 13 E-Busse angeschafft werden, die dann auf der Linie 41 verkehren und während der Fahrt jeweils an den Linienendpunkten für etwa 10 bis 15 Minuten aufgeladen werden und dann wieder losfahren. "Wir haben schon mit zwei (kleinen) Midi-Bussen Erfahrungen gesammelt", sagt Joachim Kossow, Projektleiter für Neue Mobilität der Stadtwerke Osnabrück. Das Langfrist-Ziel auch in Osnabrück: Komplettumstellung auf E-Busse.

BREMEN 220 Busse zählt die BSAG-Flotte in der Hansestadt. Bis zum Frühsommer werden drei E-Busse in den normalen Linienverkehr eingegliedert. Bestehen sie den dreijährigen "Stresstest", könnten bald weitere folgen, sagt BSAG-Sprecher Jens-Christian Meyer. Das Bremer Ziel ist klar: Bis 2025 soll die Hälfte aller Kilometer elektrisch gefahren werden. Auf die Bus-Flotte gerechnet, bedeutete das das 50 bis 70 E-Busse. Gasbetriebene Busse sind in Bremen kein Thema. Die seien laut und mit Blick auf die Emissionen auch nicht so sauber.

HANNOVER Bei der Hannoverschen Verkehrsbetrieben Üstra rollen derzeit 70 Diesel- und 62 Hybridbusse (Diesel/Elektro) - und seit dem 5. April auch drei Elektrobusse im Testbetrieb. Die Besonderheit: Die Busse werden durch Strom betrieben, den Straßenbahnen beim Bremsprozess erzeugen. Noch ist die Anschaffung immens teuer: 620 000 Euro kostet ein Bus - rund zweieinhalb mal so viel wie ein Dieselbus. Die Anschaffung wurde vom Bundesumweltministerium gefördert. Die niedersächsischen Landesförderrichtlinien sehen einen 40-prozentigen Zuschuss bei neuen Bussen vor. Das gilt etwa für Solo-Busse mit 12,50 Metern Länge bis zu 230 000 Euro oder Gelenkbusse (17,50 bis 20 Meter) mit Preisen von bis zu 340 000 Euro. Für die Anschaffung von Erdgas-, Hybrid- oder E-Bussen gibt es Extra-Zuschläge.

dpa

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