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Panorama Muss der Nazi-Tattoo-Träger doch hinter Gitter?
Mehr Welt Panorama Muss der Nazi-Tattoo-Träger doch hinter Gitter?
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12:29 05.01.2016
Wegen dieses Tattoos flog der Neonazi aus dem Schwimmbad Quelle: Facebook/MAZ
Neuruppin/Oranienburg

Nach dem Prozess gegen einen NPD-Politiker um ein öffentlich gezeigtes Nazi-Tattoo hat die Staatsanwaltschaft Neuruppin Rechtsmittel gegen das Urteil eingelegt. "Wir wollen ein höheres Strafmaß erreichen", sagte Oberstaatsanwalt Wilfried Lehmann am Dienstag. Zuvor hatte bereits die Verteidigung Berufung eingelegt, um das Strafmaß zu senken.

Der Barnimer Kreistagsabgeordnete war kurz vor Weihnachten vom Amtsgericht Oranienburg wegen Volksverhetzung zu einer sechsmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt worden. Die Staatsanwaltschaft hatte im ersten Prozess zehn Monate Haft ohne Bewährung für den Angeklagten gefordert.

Der 27-Jährige, der für die rechtsextreme Partei NPD unter anderem im Kreistag Barnim sitzt und wegen Körperverletzung vorbestraft ist, hatte in einem Schwimmbad sein Rücken-Tattoo gezeigt. Es zeigt die Umrisse eines Konzentrationslagers, darunter ist in gotischer Schrift "Jedem das Seine" zu lesen. Der Spruch stand am Haupttor des Konzentrationslagers Buchenwald.

Einem anderen Badegast war die Tätowierung Ende November in dem sogenannten Spaßbad aufgefallen. Er machte davon ein Foto und veröffentlichte es bei Facebook. Dazu schrieb er: "Solche Typen laufen unbehelligt im Schwimmbad in Oranienburg rum." Kurz darauf nahm die Polizei Ermittlungen auf.

dpa/zys

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