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Panorama Spezielle Schweinegrippe-Impfung für Schwangere ab 16. Dezember
Mehr Welt Panorama Spezielle Schweinegrippe-Impfung für Schwangere ab 16. Dezember
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11:55 11.12.2009
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Schwangere können sich voraussichtlich vom kommenden Mittwoch an mit einem speziellen Impfstoff gegen die Schweinegrippe impfen lassen. Wenn es keine Verzögerungen gebe, stehe das Serum den Frauenärzten am kommenden Mittwoch zur Verfügung, sagte Andreas Hoffmeier vom Gesundheitsministerium Thüringen, das derzeit den Vorsitz in der Gesundheitsminister-Konferenz inne hat, dem „Westfalen-Blatt“ vom Freitag. Der Impfstoff der Firma CSL Biotherapies enthält keine umstrittenen Wirkverstärker und quecksilberhaltigen Konservierungsmittel.

Die Bundesländer hatten insgesamt 150.000 Dosen des Impfstoffes bestellt, nachdem die Ständige Impfkommission (Stiko) Schwangere als Risikogruppe eingestuft und für sie einen Impfstoff ohne Wirkverstärker empfohlen hatte. Der für die Allgemeinbevölkerung bestellte Impfstoff Pandemrix enthält verstärkende Zusätze, sogenannte Adjuvanzien, die den Impfstoff effektiver machen, aber auch zu stärkeren lokalen Nebenwirkungen führen können. Dies hatte zu heftigen Diskussionen geführt. Allerdings halten Experten eine Impfung mit Pandemrix bei gesundheitlich vorbelasteten Schwangeren durchaus für vertretbar.

Der nun ausgelieferte Impfstoff von CSL soll ein geringeres Risiko einer fiebrigen Infektion bergen. Empfohlen wird die Impfung für Schwangere nach dem ersten Schwangerschaftsdrittel. Nach den Statistiken gibt es in Deutschland jährlich rund 600.000 Schwangere. Die Länder rechnen aber damit, dass die 150.000 Dosen ausreichen, weil sich nicht alle impfen lassen werden.

Nach Angaben des „Westfalen-Blatts“ ist die Zahl der Neuerkrankungen mit der Schweinegrippe weiter rückläufig. Bundesweit seien seit dem 18. Mai rund 195.000 Fälle von Neuer Grippe gemeldet worden, schreibt die Zeitung unter Berufung auf das Robert-Koch-Institut. Die meisten neuen Fälle (46.432) seien vom 16. bis 22. November gezählt worden. Vom 23. bis 29. November seien es nur noch 29.771 und vom 30. November bis 6. Dezember nur noch 11. 582 neue Fälle gewesen.

afp