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Panorama So viel kostet Studieren in Niedersachsen
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08:04 02.02.2017
Die Semestergebühren sind in Niedersachsen unterschiedlich hoch. Quelle: Archiv
Hannover

Studieren kostet - aber nicht überall in Niedersachsen kostet es gleich viel. In Hannover müssen junge Leute für Semesterbeitrag und Nahverkehrs-Ticket landesweit am meisten zahlen, jedes Halbjahr kostet dort bis zu 414 Euro. In der kleinen Harzer Bergstadt Clausthal müssen nur 183 Euro gezahlt werden - deutlich günstiger ist es dort auch, weil es kein Nahverkehrs-Ticket gibt, denn alles ist gut zu Fuß oder per Rad erreichbar.

In Hannover können Studenten aus Familien, die Sozialleistungen beziehen, seit 2015 zum Start des Studiums ein Stipendium bekommen, mit dem der erste Semesterbeitrag bezahlt wird. Das Interesse daran steigt: 2016 profitierten davon 66 junge Leute, 22 Prozent mehr als im Jahr zuvor. "Das Angebot ist eine ganz handfeste und notwendige Hilfestellung für den Studienstart", hieß es dazu vom Studentenwerk Hannover.

Hannover

410 Euro müssen sie etwa an der Leibniz-Universität in Hannover für das Sommersemester an Semesterbeitrag zahlen. Teuerster Posten: Die Semestercard für 228 Euro. An der Hochschule Hannover werden sogar 414 Euro fällig.

Lüneburg

348 Euro werden in Lüneburg an der Uni pro Semester fällig, darin enthalten sind rund 158 Euro für das Semesterticket. Die Summe sei in den vergangenen annähernd gleich geblieben, sagt Sprecherin Dörte Krahn. Spezielle Stipendien nur für den Semesterbeitrag wie in Hannover gibt es in Lüneburg nicht.

Clausthal

An der Technischen Universität Clausthal zahlen Studenten für das Sommersemester 183 Euro. Ein Semesterticket gibt es in der Kleinstadt nicht - dort ist alles per Rad oder zu Fuß erreichbar.

Osnabrück

Studierende an der Universität Osnabrück zahlen für das Sommersemester 330 Euro, allein das Bus- und Bahnticket schlägt dabei mit 173 Euro zu Buche. Ein Stipendium für den Semesterbeitrag gibt es nicht. Wer schon Promotionsstudent ist, muss die 75 Euro aber nicht bezahlen, erklärt Sprecher Utz Lederbogen.

Göttingen

320 Euro zahlen Studierende an der Universität Göttingen für das Sommersemester. Seit 2007 stieg dort in erster Linie der Studierendenschaftsbeitrag gestiegen. "Das ist im Wesentlichen auf die Einführung der Bahn-, Bus- und Kulturtickets und deren Kostenentwicklung zurückzuführen", sagte Pressesprecher Romas Bielke. Für internationale Studenten, die in eine finanzielle Notlage geraten sind, können kurzfristige Beihilfen vergeben werden. Auch der Allgemeine Studentinnenausschuss (AStA) unterstützt bei finanziellen Notlagen und kann zum Beispiel die Beiträge für das Semesterticket erstatten.

Oldenburg/Emden

An der Universität Oldenburg sowie der Jade Hochschule und der Hochschule Emden werden pro Semester zwischen 320 und 340 Euro fällig. Dort verfügt das Studentenwerk Oldenburg über keine eigenen Mittel, um Bedürftige finanziell beim Semesterbeitrag zu unterstützen. "Als eines der wenigen Studentenwerke verfügen wir jedoch über einen speziellen Studienfinanzierungsberater, der Studierende bei allen denkbaren finanziellen Problemen berät", sagt Sprecherin Lena Habermann. Die finanzielle Situation habe sich aber seit Abschaffung der Gebühren bei vielen jungen Erwachsenen entspannt, berichtet Studienfinanzierungsberater Jens Müller-Sigl.

Braunschweig

Zahlten Studenten für das Sommersemester 2014 noch 265 Euro, werden für das Sommersemester 2017 jetzt 341 Euro fällig. Gesonderte Stipendien für den Beitrag gibt es an der TU Braunschweig nicht. Das hochschuleigene Carolo-Wilhemina-Stipendium greift den Studierenden aber für die Laufzeit von zwei oder mehr Semestern unter die Arme. Studenten, die Schwierigkeiten haben, den Rückmeldebetrag zu entrichten, werden über die Beihilfen des AStA oder Darlehen des Studentenwerks Ostniedersachsen aufgefangen, sagt Immatrikulationsamts-Leiter Kai Brunzel. Die Anzahl der Studierenden mit finanziellen Engpässen sei aber seit Abschaffung der Studiengebühren rückläufig.

lni

Semesterbeiträge

Studenten müssen bei der Aufnahme an einer Hochschule einen bestimmten Geldbetrag bezahlen, den sogenannten Semesterbeitrag. Darin enthalten ist in der Regel ein Verwaltungsbeitrag, ein Semesterticket für Bus- und Bahnnutzung, ein Beitrag für das Studentenwerk und an einigen Unis auch ein Kunst- und Kulturticket. Bei der Rückmeldung für jedes Semester wird der Beitrag erneut fällig. Er muss unabhängig von Einkommen bezahlt werden und kann nur bei Härtefällen erlassen werden. Die Höhe des Semesterbeitrages variiert von Uni zu Uni. Etwas anderes sind Studiengebühren: Diese Gebühren in Höhe von 500 Euro pro Semester wurden 2014 in Niedersachsen abgeschafft. Weiterhin gibt es aber Gebühren für Langzeitstudenten.

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