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Panorama Skandal um Dioxin in Bioeiern weitet sich aus
Mehr Welt Panorama Skandal um Dioxin in Bioeiern weitet sich aus
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13:23 09.05.2010
Quelle: dpa (Symbolbild)
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Dies bedeute jedoch nicht, dass es in den betroffenen Betrieben dioxinverseuchte Eier gebe. Die Sprecherin betonte erneut, dass keine akute Gesundheitsgefahr für Verbraucher bestehe.

Nach Dioxinfunden in Bioeiern und Futtermitteln waren in Niedersachsen zwei Höfe und auch Betriebe in Nordrhein-Westfalen gesperrt worden. Dioxine sind in bestimmten Konzentrationen giftig. Das belastete Futter war nach Behördenangaben im Winter von einem niederländischen Unternehmen von Nordrhein-Westfalen aus in mehrere Bundesländer verkauft worden.

In Niedersachsen hatten 19 von 150 Öko-Betriebe das verseuchte Futter erhalten. Nach Tests wurden bis auf zwei mittlerweile alle wieder freigegeben, sagte der Sprecher des Agrarministeriums, Gert Hahne, in Hannover. In den beiden gesperrten Betrieben im Landkreis Emsland und der Grafschaft Bentheim sollen an diesem Montag weitere Proben genommen werden. Mit ersten Ergebnissen sei etwa eine Woche später zu rechnen. „Bis dahin wandern mehrere 10.000 Eier in die Biogasanlagen“, betonte Hahne.

Nach Angaben des niedersächsischen Landesamt für Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz (LAVES) in Oldenburg stehen noch sieben Futtermittelproben aus. Da es sich dabei jedoch um aktuelle Chargen handele, sei damit zu rechnen, dass die Ergebnisse negativ ausfallen, sagte eine LAVES-Sprecherin am Sonntag der Nachrichtenagentur dpa. „Es ist wichtig für die Menschen zu wissen, dass die aktuellen Futtermittel in den Biohöfen nicht belastet sind.“ Die verseuchten Futterpartien stammten aus dem Januar und Februar. Diese sind inzwischen vermutlich aufgebraucht.

Auch nach Angaben des Bundesinstitutes für Risikobewertung in Berlin bestehe keine akute Gesundheitsgefahr für die Verbraucher. Der Verkauf betroffener Eier und Jungtiere wurde aber bis auf weiteres untersagt. Der Lebensmittel-Einzelhandel, unter anderem sind die Supermarktketten Lidl und Rewe betroffen, hatte bereits betroffene Eier-Chargen aus den Verkauf genommen.

dpa