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Panorama Silvesternacht meist friedlich, ein Toter nach Streit
Mehr Welt Panorama Silvesternacht meist friedlich, ein Toter nach Streit
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16:36 01.01.2011
Quelle: dpa
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Feuerwehren und die Polizei berichteten zwar von etlichen Streitereien, Bränden und Verletzungen beim Abbrennen von Feuerwerk, unter dem Strich sei der Jahreswechsel aber friedlich verlaufen.

In der Grafschaft Bentheim unterdessen hat ein 25-Jähriger nach einem auf einer Silvesterparty eskalierten Streit einen 37 Jahre alten Mann erstochen. Das Opfer habe die Party in Schüttorf am Neujahrsmorgen verlassen und sei von dem jüngeren Mann verfolgt und auf der Straße mit einem Stich in den Bauch getötet worden, teilte die Polizei am Samstag mit. Bei den beiden Männern handelte es sich um Spätaussiedler, die zum Zeitpunkt des Streits betrunken waren.

Bei einem Ehestreit verletzte ein 53 Jahre alter Wolfsburger seine Frau in der Neujahrsnacht schwer. Kurz nachdem beide um Mitternacht noch das neue Jahr begrüßt hatten, habe der Mann der 43-Jährigen Verletzungen im Oberkörper zugefügt, teilte die Polizei mit. Der Maschinenschlosser stellte sich auf der Polizeiwache, die Frau kam ins Krankenhaus. Hergang und Motiv waren zunächst unklar. Der dreijährige Sohn des Paars wurde in die Obhut des Jugendamts übergeben.

Rund 500 Einsätze gab es für die Feuerwehr Hannover. Bei den meisten Fahrten wurden die Einsatzkräfte zu Verletzten oder Betrunkenen gerufen. Zudem gab es mehrere Balkonbrände in den Stadtteilen Stöcken, Roderbruch, Linden-Nord, Ahlem und Mühlenberg. Vermutlich hatten Knallkörper oder Raketen Gegenstände auf den Balkonen entzündet. „Das ist ein Klassiker zu Silvester“, sagte der Sprecher. Zwei Menschen kamen mit einer Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus. Auch beim Zünden von Feuerwerkskörpern wurden mehrere Feiernde verletzt.

Am häufigsten rückten die Einsatzkräfte in Bremen wegen brennender Müllcontainer und kleinerer Schlägereien aus. Im Rahmen der Silvesterfeiern sei das aber normal, so die Polizei. Fast 200 Einsätze zählten die Beamten. Es gab „Jubel und Trubel ohne Ende“. In Braunschweig waren die Krankenwagen in der Nacht rund 100 Mal unterwegs. Durch unvorsichtigen Umgang mit Böllern habe es leider wieder Augen- und Handverletzungen gegeben. Der Großteil der Einsätze hatte allerdings mit übermäßigem Alkoholkonsum und den Folgen zu tun. Das Tauwetter verhinderte unfreiwillige Rutschpartien, zugleich waren Büsche und Hecken noch mit Schnee abgedeckt, so dass sie kaum von fehlgeleiteten Raketen in Brand gesetzt wurden.

Glückliches Ende unterdessen bei einem Großeinsatz der Feuerwehr in Walsrode. Rund 100 Helfer rückten dort am Silvesternachmittag zu einer Suchaktion aus, nachdem eine 40-Jährige per SMS mit Selbstmord gedroht hatte. Nach vier Stunden wurde die Frau in einem Waldgebiet aufgespürt.

Überall rückte im Laufe des Neujahrstages die Stadtreinigung aus, um die Spuren von Böllern, Raketen und Partys auf Straßen und Plätzen zu beseitigen. In Hannover unterstützten erneut rund 50 Mitglieder eines muslimischen Vereins die Reinigungstrupps. 30 Kubikmeter Abfall wurde nach der Silvesternacht im Zentrum der Landeshauptstadt erwartet - dreimal so viel wie üblich.

dpa

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