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Panorama Seelöwe droht an Reifen zu ersticken – tagelanger Rettungseinsatz
Mehr Welt Panorama Seelöwe droht an Reifen zu ersticken – tagelanger Rettungseinsatz
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17:37 23.07.2019
Der Seelöwe musste tagelang mit seiner Falle leben. Quelle: Fundacion Fauna Argentina
Buenos Aires

Die Falle um seinen Hals zog sich immer weiter zu und das Tier drohte zu ersticken: Ein Seelöwe in Argentinien war in eine unglückliche Lage geraten. Beim Schwimmen verfing sich sein Kopf versehentlich in einem Autoreifen, der immer tiefer Richtung Bauch rutschte und ihm so die Luftzufuhr abschnitt.

Es wäre ein langsamer und qualvoller Tod geworden, denn das Tier hätte sich selbst nicht befreien können. Doch dann entdeckten ihn beim Aufräumen am Strand im Naturschutzgebiet „Reserva de Lobos Marinos“ (übersetzt: Reservat der Mähnenrobben) südlich von Buenos Aires Freiwillige der „Fundacion Fauna Argentina“. Der Rettungseinsatz dauerte allerdings ungewöhnlich lange.

Eine Narkose war nicht möglich

Mehrere Tage lang versuchten speziell ausgebildete Tierschützer, an den Seelöwen heranzukommen. Denn das Tier zu narkotisieren, war keine Möglichkeit. „Der Seelöwe hätte sich aus Schreck ins Wasser flüchten und dort einschlafen können. Er wäre durch das Gewicht um den Hals dann wohl ertrunken“, sagt Mitarbeiterin Lorena der Stiftung dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Mehrere Versuche, das Tier zu retten, sind misslungen.“

Die Mitarbeiter erschlichen sich das Vertrauen des Tieres und konnten immer näher heran kommen. Mehrmals schafften sie es, mit einer speziell dafür hergestellten Art Haken an den Reifen zu kommen, doch der Seelöwe hatte so viel Kraft, dass er dem Mitarbeiter den Haken wegzog. Da die Freiwilligen der Stiftung jährlich durchschnittlich 300 Tiere retten, wurden spezielle Werkzeuge entwickelt, um die Tiere von Plastik und anderen Fallen zu befreien, ohne sie dabei zu verletzen, berichtet die Organisation dem RND.

Fünf Tage lang dauerte die Rettungsaktion

Fünf Tage nach dem Entdecken des Tieres schafften es die Mitarbeiter schließlich erneut, mit der Werkzeugstange an den Reifen zu kommen. Das Rudel erschreckte sich und wich gen Meer zurück – durch die Kraft, die das eingeklemmte Tier dafür aufwenden musste, löste sich die Falle langsam. Die Tierrettung wurde in einem Video festgehalten. Munter und unverletzt watschelte die Mähnenrobbe nach der Rettung Richtung Meer und kuschelt sich an seine Artgenossen.

Con mucha alegría les comunicamos que acaba de ser liberado el lobo marino que llevaba un neumático en su cuello. Luego de varios intentos el ejemplar se desplaza libre y feliz por la reserva. Agradecemos a todos los medios, nacionales e internacionales que se hicieron eco de esta situación e informaron de manera excelente, haciendo una crítica constructiva sobre cómo estamos tratando al medio ambiente. Como siempre los funcionarios de MdP escondieron la cabeza bajo tierra... a ver si todavía debían meter las manos en las arcas y distraer fondos para salvar la vida de un animal. Y para los que nos trataron de improvisados, solo un pequeño grupo, por supuesto... treinta y cinco años de experiencia logran esto: el ÉXITO. NUESTRO GRUPO DE TÉCNICOS Y VOLUNTARIOS: 💪Francisco 💪Domingo Denigris 💪Claudio Oliva 💪Guillermo Oliva 💪Pablo Oliva 💪Nahuel Cayum 💪Alan Martín Sepulveda Coordinados por 💪Juan Antonio Lorenzani, Presidente de la FFA. Agradecimiento a los herreros de Coomarpes que facilitaron la fabricación de las nuevas herramientas y a Prefectura que desde un primer momento se hicieron presentes.

Gepostet von Fundacion Fauna Argentina am Donnerstag, 11. Juli 2019

Auf Facebook fieberten Tierfreunde mit. Täglich berichtete die Organisation von der Rettung, stellte Videos und Bilder ein und berichtete über ihre Arbeit. „Es ist eine Aufgabe, die viel Geduld erfordert, die Nähe zum Meer erschwert unsere Arbeit. Die Mähnenrobbe darf das Vertrauen in den Techniker nicht verlieren“, schrieben sie etwa zum Einsatz am 10. Juli.

Appell für mehr Umweltbewusstsein

„Fundacion Fauna Argentina“ besteht seit rund 35 Jahren und arbeitet in dem Naturschutzgebiet, das für die Seelöwen eingerichtet wurde und 420 Kilometer südlich der Hauptstadt Buenos Aires liegt. Die Organisation besteht aus Freiwilligen, die etwa die Strände aufräumen und sich um verletzte Tiere kümmern.

Im Zusammenhang mit dem im Reifen gefangenen Seelöwen appellieren die Mitarbeiter an die Vernunft der Menschen. „Je mehr Umweltverschmutzung, desto mehr Tiere sind betroffen. Diese tödlichen Fallen können nur durch die Achtsamkeit der Menschen verhindert werden“, so Mitarbeiterin Lorena.

Von RND/Miriam Keilbach

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