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Panorama Seehunde starben an Vogelgrippe-Erreger
Mehr Welt Panorama Seehunde starben an Vogelgrippe-Erreger
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18:06 24.10.2014
An den Stränden der Inseln Helgoland, Föhr, Sylt und Amrum wurden der Behörde zufolge bis Donnerstagabend 500 Tiere gezählt, die tot angespült oder so schwer erkrankt waren, dass Ranger sie töten mussten. Quelle: dpa
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Unterdessen stieg die Zahl der tot oder schwer krank aufgefundenen Tiere weiter nur leicht an und nährte so Hoffnungen auf ein Abklingen der Krankheitswelle.
An den Stränden der Inseln Helgoland, Föhr, Sylt und Amrum wurden der Behörde zufolge bis Donnerstagabend 500 Tiere gezählt, die tot angespült oder so schwer erkrankt waren, dass Ranger sie töten mussten. Ein deutlicher Anstieg der Fundzahlen sei jedoch ausgeblieben. „Das gibt Anlass zu der Hoffnung, dass sich die Erkrankungswelle nicht verstärkt hat“, erklärte Detlef Hansen, der Leiter der Nationalparkverwaltung des Landes Schleswig-Holstein.

Nach Angaben des Landesbetriebs identifizierten die Experten der Tierärztlichen Hochschule Hannover den für den Tod der Tiere verantwortliche Grippe-Erreger durch genauere Untersuchungen als Influenza-Virus Typ H10N7. Diesen hatten Veterinäre auch im benachbarten Dänemark in toten Seehunden nachgewiesen. Auch dort starben in den vergangenen Monaten vermehrt Tiere.

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H10N7 ist einer von vielen Typen des Influenza-Virus, das Vögel, Säugetiere und Menschen befallen und teils auch zwischen Arten wechseln kann. Hinsichtlich ihrer Gefährlichkeit und Aggressivität unterscheiden sie sich aber sehr. H10N7 wurde in der Vergangenheit nach Angaben von Wissenschaftlern und der WHO gelegentlich auf Geflügelfarmen nachgewiesen. Die Variante gilt demnach als nur wenig aggressiv. In einem Fall in Australien erkranken zwei Menschen ohne ernste Folgen.

Die Nationalparkverwaltung wies Strandbesucher erneut auf ihre Standardverhaltensempfehlung hin, tote oder verletzte Tiere nicht zu berühren. Auch Hunde sollten auf Abstand gehalten werden. Wie andere Wildtiere könnten auch Seehunde Krankheiten übertragen. Das gelte „nicht nur in der jetzigen Situation, sondern generell“, hieß es in ihrer Mitteilung vom Freitag.

afp

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