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Panorama "JebBushforPresident" gehört Schwulenpaar
Mehr Welt Panorama "JebBushforPresident" gehört Schwulenpaar
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10:05 19.06.2015
Auf ihrer Seite jebbushforpresident.com setzen sich C. J. Phillips und Charlie Rainwater für Rechte von Homosexuellen ein. Quelle: Youtube/Ryot
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Das Internet und die sozialen Medien haben für den amerikanischen Wahlkampf immens an Bedeutung gewonnen. Für die Kandidaten ist es ganz normal, ein großes Team von Online-Beratern um sich zu haben, die Tweets durchdesignen und potenziellen Shitstorms die Luft abzulassen. Die Berater des republikanischen Präsidentschaftskandidaten Jeb Bush kommen nun drei Jahre zu spät. Bereits 2012 hat sich eine schwules Paar die Domain "JebBushforPresident" gesichert.

Nun ist John Ellis "Jeb" Bush, Republikaner, Sohn und Bruder der Ex-Präsidenten George Bush senior und junior, nicht gerade ein Freund der LGBT-Community. Homosexuellenfreundliche Politik hat er sich nicht auf die Fahnen geschrieben. Im Gegenteil: Wiederholt hat er sich für die traditionelle Ehe zwischen Mann und Frau ausgesprochen. Um so ärgerlicher muss es jetzt für das Wahlkampfteam sein, dass jeder, der "Jeb Bush for President" auf Google sucht, auf der Seite von C. J. Phillips und Charlie Rainwater landet.

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"Lass uns drüber reden" haben Phillips und Rainwater ihre Seite betitelt. Viel Inhalt gibt es darauf nicht: Geschichten über ihre gleichgeschlechtliche Liebe, über Fälle, in denen Freunde mit Diskriminierung konfrontiert waren - und einen Beitrag, mit dem sie sich direkt an jene richten, die nun immer öfter unbeabsichtigt auf ihrer Seite landen: Sie hätten "keine verteckte Agenda, Heterosexuelle 'umzudrehen'", schreiben Phillips und Rainwater. Sie wollen nur "die gleichen Rechte, die jeder anderen in Amerika genießt". Eine Nachricht, die nun unerwartet viele Menschen erreichen könnte.

Die Idee für das politische Kuskucksei ist schon einige Jahre alt. Schon 2012 haben sich Phillips und Rainwater die Domain gesichert. Damals hatten sie die Schnapsidee, die Seite eines Konservativen zu kapern. Ob das Team von Jeb Bush bereits versucht hat, die Seite zu kaufen, verraten die Männer nicht, aber es gäbe "eien Reihe von Angeboten", sagten sie der Business Week.

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