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Panorama Schweres Erdbeben erschüttert Japan
Mehr Welt Panorama Schweres Erdbeben erschüttert Japan
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20:46 07.04.2011
Am Donnerstag kam es in Japan erneut zu einem Erbeben mit anschließendem Tsunami. Quelle: Pacific Tsunami Warning Center (Symbolbild)
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Die Katastrophenregion im Nordosten Japans ist von einem schweren Nachbeben erschüttert worden. Knapp vier Wochen nach den verheerenden Erdstößen und dem Tsunami verzeichnete die Region am Donnerstag Erschütterungen der Stärke 7,1. Die Behörden gaben zunächst eine Tsunami-Warnung heraus, hoben den Alarm aber bald wieder auf, wie die Nachrichtenagentur Kyodo berichtete.

In der Präfektur Miyagi sperrte die Polizei die Autobahnen. In mehreren Präfekturen wie Fukushima und Yamagata fiel der Strom aus. Aus den Atomkraftwerken Fukushima Eins und Zwei sowie Onagawa hätten die Betreiber aber keine neuen größeren Probleme gemeldet, berichtete Kyodo.

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Der Nordosten Japans ist von dem Beben der Stärke 9,0 und dem Tsunami am 11. März bereits schwer getroffen. Der Katastrophe fielen letzten Schätzungen zufolge 27.600 Menschen zum Opfer. 12.600 Tote sind bisher offiziell bestätigt.

In der gesperrten Zone um das havarierte Atomkraftwerk Fukushima Eins hatte am Donnerstag eine neue Suche nach Tsunami-Toten begonnen. 300 Polizisten durchkämmten die Stadt Minamisoma, wie die Nachrichtenagentur Kyodo berichtete.

In der Atomruine selbst kämpfen die Arbeiter seit der Katastrophe am 11. März mit verschiedensten Mitteln verzweifelt gegen einen drohenden Super-GAU.

Am Donnerstag begann der Betreiber Tepco damit, Stickstoff in das Reaktorgehäuse am Block 1 einzuleiten. Das Gas soll das brisante Luftgemisch im Innern verdünnen und so verhindern, dass es zu neuen Wasserstoff-Explosionen wie kurz nach der Havarie kommt.

Auch nach dem neuen Beben am Donnerstag gingen die Arbeiten an der Atomruine nach Berichten von Kyodo weiter. Die schwer beschädigte Anlage wurde weiter mit Wasser gekühlt.

An diesem Freitag will das japanische Kaiserpaar ein Lager besuchen, in das sich wegen des drohenden Super-GAUs 1200 Menschen geflüchtet haben.

dpa

Dieser Artikel wurde aktualisiert.

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