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Panorama Schüler schlagen Geschäftsmann brutal nieder
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15:41 02.07.2009
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Dies teilte der Münchner Staatsanwalt Laurent Lafleur am Donnerstag mit.

Die alkoholisierten Schüler, die auch unter Marihuanaeinfluss standen, hätten bereits zu Beginn ihres nächtlichen Ausgangs vorgehabt, „Leute wegzuklatschen“ und den „Kick“ an der Gewalt gesucht, sagten die Täter nach Angaben von Lafleur. Als der Mann auf dem Boden gelegen habe, sei er noch mehrfach mit Füßen getreten worden. „Das Opfer erhielt einen Fallschlag und wurde regelrecht niedergestreckt“, beschrieb Lafleur das Geschehene. Danach seien die Jugendlichen zunächst geflüchtet, dann aber von der Polizei in ihrer Münchner Unterkunft gestellt worden.

Das 46-jährige Opfer aus Ratingen wurde mit Brüchen im Gesicht und einem Schleudertrauma in eine Klinik gebracht. Durch die brutale Misshandlung erlitt der Mann ferner eine Gedächtnisstörung. Ob er bleibende Schäden davontragen wird, sei noch nicht klar, sagte ein Polizeisprecher.

Die Täter, die laut Polizei zuvor bereits drei bisher unbekannte Opfer angegriffen hatten, gehören zu einer Schweizer Schülergruppe, die sich auf Abschlussfahrt in München befand. Den Ermittlungen zufolge hatte die Gruppe kurz nach der Tat noch einen weiteren Mann angegriffen. Ohne erkennbares Motiv sollen sie einem bulgarischen Studenten mit Boxhieben und Tritten Hämatome an Gesicht und Hals zugefügt haben.

Die Staatsanwaltschaft leitete ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des versuchten Mordes ein. Gegen drei 16-jährige Haupttäter beantragte sie am Donnerstag bereits Haftbefehl. „Das Treten gegen einen wehrlos am Boden liegenden Mann wird nach rechtlicher Bewertung als niederer Beweggrund bezeichnet und führt deswegen zur Anzeige wegen versuchten Mordes“, erklärte Lafleur.

Da sich die unterschiedlichen Attacken der Jugendlichen binnen weniger als zehn Minuten ereigneten, könne man von einem „Amoklauf mit Faustschlägen und Fußtritten“ sprechen. Angesichts der Schwere dieses Delikts erwarte er deshalb nach deutschem Jugendstrafrecht eine Haftstrafe von bis zu zehn Jahren für die Jugendlichen. Alle Beschuldigten sollten noch am Donnerstag einem Haftrichter vorgeführt werden.

ddp