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Panorama Schüler bekommen Post aus dem Buckingham Palace
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20:40 28.11.2016
Nicht alle Briefe werden vom Büro der Queen beantwortet: Umso mehr freuen sich die Schüler über das Dankeschön aus London für die Geburtstagswünsche. Quelle: privat
Hildesheim

Damit gerechnet hatten sie schon nicht mehr, die Schüler der Klasse 7d des Gymnasiums Josephinum. Und dann traf der Brief aus dem Buckingham-Palast doch noch ein.

Zwar war die britische Königin im April kein Thema auf dem Lehrplan des Englischunterrichts der damaligen 6d, aber es ging dennoch um die Queen, genauer: um deren 90. Geburtstag am 21.  April. Joshua Jacobi hatte in der Zeitung davon gelesen, und da war ihm der Gedanke gekommen: Wir schreiben der Königin einen Brief und gratulieren ihr.

Englischlehrerin Maren Prey dämpfte zunächst die Erwartungen. Denn Antwort, so die Pädagogin, dürften die Schüler kaum bekommen – bei der riesigen Zahl der Gratulanten aus aller Welt. Aber da hatte Joshua schon die anderen 27 Schüler der Klasse mit seiner Begeisterung angesteckt. Maren Prey recherchierte die Adresse der Königin und – was ja nicht weniger wichtig ist – die korrekte Anrede. Vielleicht „Your Royal Highness“? Falsch. „Your Majesty“, so ist’s richtig.

Also wünschten die Schüler der Queen handschriftlich nur das Beste. Über Passagen, die vielleicht nicht ganz so korrekt geschrieben waren, sah Maren Prey großzügig hinweg, denn: „Es ist ein Brief der Kinder, ein Fehler macht ihn charmant“, findet die Englischlehrerin.

Das Sekretariat gab den Geburtstagsbrief in die Post – und das Warten begann. „Haben wir schon Antwort?“, wollten die Schüler immer wieder wissen. Maren Prey hatte sich kundig gemacht. Es werden nur ganz wenige Briefe beantwortet, die an Elizabeth II. gerichtet sind. Das Schuljahr endete, ein neues begann, und aus der Kasse 6d war die 7d geworden. Dann aber, sieben Monate nach dem Schreiben, gab die ziemlich aufgeregte Sekretärin Michaela Degner Maren Prey einen Brief. Absender: Buckingham Palace. Adressiert an „The pupils of Bischofliches Gymnasium Josephinum Hildesheim“. Damit machte sich die Lehrerin auf den Weg in die 7d – die Schüler jubelten, als sie den Brief sahen.

Zwar hat Elizabeth II. das Schreiben nicht persönlich verfasst, es handelt sich um einen gedruckten Dank mit einem Bild der Monarchin. Aber immerhin! Nur einer der Beteiligten war an dem Tag nicht in der Schule, sondern lag krank im Bett: ausgerechnet Joshua Jacobi, der die Idee zu dem Geburtstagsbrief hatte.

Das Original der Antwort liegt inzwischen bei der Schulleitung, die Schüler der 7d bekamen jeder eine Kopie – eine weitere hängt im Klassenraum. Denn welche Klasse kann sich schon mit einem königlichen Brief schmücken?

Von Andreas Bode

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