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Panorama Schon Grundschüler spüren Stress
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18:17 21.11.2012
Bereits jeder dritte Zweit- und Drittklässler klagt über Stress in der Grundschule. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Kinderschutzbundes an knapp 5000 Kindern zwischen sieben und neun Jahren hervor. Quelle: dpa
Berlin

Schon ein Drittel der Zweit- und Drittklässler kennt Stress in der Grundschule. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage an knapp 5000 Kindern zwischen sieben und neun Jahren hervor, die der Deutsche Kinderschutzbund (DKSB) zusammen mit anderen Initiatoren am Mittwoch in Berlin vorstellte. Danach ist die Schule für die Kinder fast bundesweit der meistgenannte Stressfaktor, noch vor „Ärger und Streit“ und Auslösern in der Familie. Bereits ein Viertel der Zweit- und Drittklässler fühlt sich oft oder sogar sehr oft gestresst.

„Bemerkenswert ist, dass Kinder in der dritten Klasse doppelt so häufig den Erfolgsdruck als Stress empfinden wie noch die Zweitklässler“, sagte DKSB-Sprecher Friedhelm Güthoff. Dies seien bereits die „Vorwehen“ der bevorstehenden Wahl der weiterführenden Schule, kritisierte er.

Gleichzeitig zeigte die Studie jedoch auch, dass die Sieben- bis Neunjährigen vielen Vorurteilen zum Trotz ein ausgeprägtes Gesundheitsbewusstsein haben, viele Entspannungsmöglichkeiten kennen - und dass insgesamt fast neun von zehn Kindern angeben, „in der Regel glücklich“ zu sein. Fast allen Kindern ist es wichtig gesund zu sein, rund 90 Prozent finden es ziemlich oder sehr wichtig, gesund zu essen. Vier von fünf Kindern geben an, oft oder sehr oft Obst und Gemüse zu essen – deutlich mehr als dies über Süßigkeiten sagen (28 Prozent). Bei Getränken liegen Wasser und ungesüßter Tee (62 Prozent) vor Limonade (22 Prozent).

„In diesem Alter ist alles vorhanden, was zur Ausbildung eines gesunden Lebensstils erforderlich ist. Nun sind wir Erwachsene gefordert, diese Impulse zu erhalten und zu verstärken“, sagte der Mediziner Prof. Dietrich Grönemeyer. Bekannt und durch andere Studien belegt sei ja, dass sich das Ernährungsverhalten bei vielen Kindern später sehr negativ entwickele. „Hier müssen Eltern, Lehrer und auch Ärzte viel mehr dranbleiben.“

Die Studie wurde vom Prosoz-Institut für Sozialforschung durchgeführt und vom Unternehmen Elefanten-Schuhe finanziert.

dpa

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