Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Panorama Schneeglätte führt zu zahlreichen Unfällen
Mehr Welt Panorama Schneeglätte führt zu zahlreichen Unfällen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:08 20.12.2009
Quelle: ddp (Symbolbild)
Anzeige

Zwei Frauen starben in der Nacht zum Samstag nach Glätteunfällen. Die Polizei in Hannover registrierte von Freitag bis Sonntagmittag 360 witterungsbedingte Unfälle. Auf der Autobahn 2 gab es nach Lkw-Unfällen kilometerlange Staus.

In Neumünster starb eine 24-jährige Autofahrerin bei einer Kollision auf der Südumgehung. Die Frau war mit ihrem Wagen auf schneeglatter Straße in einer Kurve ins Rutschen gekommen und in den Gegenverkehr geraten. Am entgegenkommenden Fahrzeug entstand Blechschaden.

In der Nähe von Eutin erlag eine 52-jährige Frau nach einem Unfall ihren schweren Verletzungen. Sie saß in einem Auto, das auf glatter Fahrbahn ins Schleudern gekommen und im Gegenverkehr mit der Beifahrerseite in ein anderes Auto geprallt war. Andere Unfallbeteiligte wurden leicht verletzt. In die kollidierten Fahrzeuge prallte noch ein drittes Auto.

In Eckernförde geriet am Sonntag das Auto eines 22-Jährigen auf schneeglatter Straße ins Schleudern, überschlug sich und blieb auf dem Dach im Graben liegen. Die Feuerwehr musste bei der Bergung das Dach des Wagens aufschneiden, um den Fahrer und seine 20 und 22 Jahre alten Mitfahrer zu befreien. Der Fahrer kam mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus nach Kiel, seine Freunde wurden leicht verletzt in ein anderes Krankenhaus gebracht.

Lebensgefährlich verletzt wurde ein 48-jähriger Autofahrer in Neumünster. Der Mann war am Samstag auf der Bundesstraße 205 mit seinem Fahrzeug aus ungeklärter Ursache von der Straße abgekommen und gegen ein Verkehrsschild geprallt. Er war den Polizeiangaben zufolge nach dem Unfall nicht ansprechbar und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Dort stellten die Ärzte die lebensgefährlichen Verletzungen fest. Die Polizei ermittelt, ob der Mann aus gesundheitlichen Gründen oder wegen Schneeglätte verunglückte.

Bereits am Freitagabend war ein 45-jähriger Lkw-Fahrer auf der A 2 zwischen dem Dreieck Hannover-West und der Anschlussstelle Langenhagen ins Schleudern geraten und gegen die Mittelschutzplanke geprallt. Dabei riss der Tank des Fahrzeugs auf und etwa 300 Liter Diesel ergossen sich auf die Fahrbahn. Die Autobahn musste in Richtung Berlin gesperrt werden, es bildete sich ein 20 Kilometer langer Stau.

In der Nacht zum Sonnabend blieb ein Lkw wegen einer eingefrorenen Dieselleitung auf der A 2 zwischen den Anschlussstellen Lehrte und Lehrte-Ost liegen. Weil viel Verkehr war und noch mehrere, leichte Unfälle passierten, entstand ein Stau von 35 Kilometern Länge.

In Niedersachsen ereigneten sich ebenfalls zahlreiche Unfälle, bei denen es meist bei Blechschäden blieb. So kam bei Uslar eine 23-Jährige mit ihrem Auto auf schneeglatter Straße ins Rutschen und fuhr in einen Straßengraben. Sie blieb unverletzt. In Helmstedt geriet ein 48-jähriger Autofahrer auf der Bundesstraße 1 ebenfalls durch Schneeglätte ins Rutschen und fuhr mit seinem Wagen in einen Graben. Der Mann stand unter Alkoholeinfluss und musste eine Blutprobe abgeben.

Die Stadtreinigung Hamburg teilte am Sonntag mit, dass die Einsatzkräfte am Wochenende eine Strecke von fast 7000 Kilometern Länge und 12.000 Fußgängerüberwege geräumt und gestreut hatten.

ddp

Mehr zum Thema

Die Eiseskälte in Deutschland fordert ihre ersten Opfer: In Mannheim ist am Wochende ein Obdachloser erfroren, der bei klirrender Kälte unter freiem Himmel geschlafen hatte.

20.12.2009

Deutschland bibbert weiter unter der eisigen Kälte: Die Nacht zum Sonntag war die bislang kälteste des Winters, zeitweise sank das Thermometer auf minus 30 Grad. Ab Montag soll es wieder wärmer werden.

20.12.2009

Die Bahngesellschaft Eurostar hat den Zugverkehr zwischen Frankreich und Großbritannien komplett eingestellt. Jedes Risiko solle vermieden werden, erklärte ein Sprecher am Sonnabend in Paris.

19.12.2009