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Panorama Schnee und Eis führen zu Unfällen im Norden
Mehr Welt Panorama Schnee und Eis führen zu Unfällen im Norden
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17:31 22.12.2009
Schnee und Eis haben im Norden zu zahlreichen Unfällen geführt. Quelle: ddp
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Vor allem auf den Autobahnen kam es zu teils kilometerlangen Staus. In den meisten Fällen blieb es bei Sachschäden.

Tödlich verletzt wurde am Montagabend eine 28 Jahre alte Autofahrerin nahe Lehrte. Ihr Pkw war auf eisglatter Fahrbahn ins Schleudern geraten und mit der Fahrerseite gegen einen Baum geprallt. Sie starb auf dem Weg ins Krankenhaus im Rettungswagen.

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Auf der A 7 nahe Hannover wurden am Dienstagmorgen zwei Lkw-Fahrer schwer verletzt. Ein Sattelzug war zunächst auf glatter Fahrbahn ins Schleudern gekommen und in die Leitplanke gefahren. Ein nachfolgender Laster kam beim Versuch, dem Hindernis auszuweichen, von der Straße ab. Den Gesamtschaden bezifferte die Polizei auf 300.000 Euro.

Im Kreis Segeberg verzeichnete die Polizei schon bis zum Dienstagvormittag viele Unfälle. Ein gutes Dutzend Karambolagen wegen der Schneeglätte registrierte auch die Polizei in Landkreis Lüneburg. Insbesondere Lkw und Sattelzüge hatten auf den rutschigen Straßen Probleme.

Durch starken Schneefall und die dadurch bedingte Straßenglätte kam es im Landkreis Wolfenbüttel zu sieben Verkehrsunfällen. Nach Angaben der Polizei waren die Fahrer zumeist mit unangemessener Geschwindigkeit unterwegs. Die meisten Unfälle verliefen jedoch glimpflich.

Erneute Schneefälle hielten in der Nacht zu Dienstag den Winterdienst der Hamburger Stadtreinigung in Atem. Die Einsatzkräfte seien seit Montagabend im Dauereinsatz gewesen, sagte ein Sprecher der Stadtreinigung. Wegen des Winterwetters kam es zudem zu Einschränkungen im Hamburger S-Bahn-Verkehr.

Rund 120 Einsatzkräfte der Stadtreinigung streuten und räumten mit ihren Winterdienstfahrzeugen die Hauptverkehrsstraßen, Strecken mit Buslinienverkehr und die Verbindungsstrecken zwischen den Hauptverkehrsstraßen. Dabei wurden auch Schneepflüge verwendet. Seit dem frühen Morgen sicherten weitere 1000 Einsatzkräfte die Fußgängerüberwege, wie Zebrastreifen und deren Mittelinseln.

Wegen des Winterwetters kam es zudem zu Zugausfällen und Behinderungen bei der S-Bahn. Die Züge der Linie S 2 und S 11 fielen auch am Dienstag komplett aus. Von Fahrplaneinschränkungen waren die Linien S 3 und S 31 betroffen. Laut einer Bahn-Sprecherin waren witterungsbedingte Probleme mit den Stromabnehmern und mit den Türen der Züge für die Einschränkungen verantwortlich.

Mit Schneeverwehungen hatten die Menschen auf Fehmarn zu kämpfen. Die Polizei bat die Autofahrer, ihre Fahrzeuge möglichst stehenzulassen. Zuvor waren bereits mehrere Autos im Schnee steckengeblieben.

Auf den Straßen im Norden könnte es auch an den Weihnachtstagen glatt bleiben. Die Meteorologen sagten für den weiteren Verlauf der Woche Nachttemperaturen unterhalb des Gefrierpunktes voraus. Tagsüber sollen die Werte bei null Grad liegen. Für Heiligabend werden Tageswerte zwischen null und fünf Grad erwartet. Niederschläge könnten als Schnee, Schneeregen oder Regen fallen.

ddp