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Panorama Schäferhund von Polizei angeschossen: Von verletztem Tier fehlt jede Spur
Mehr Welt Panorama Schäferhund von Polizei angeschossen: Von verletztem Tier fehlt jede Spur
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21:47 23.09.2019
Bei einer Schussabgabe wurde ein Schäferhund verletzt – von dem Tier fehlt sein Sonntag jede Spur (Symbolbild). Quelle: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dp
Vorsfelde

Während eines Einsatzes hat ein Polizeibeamter aus Wolfsburg am Sonntagabend einen Hund angeschossen. Wie die „Wolfsburger Allgemeine Zeitung“ (WAZ) berichtet, habe dieser zuvor den Beamten und seinen Kollegen angegriffen. Das verletzte Tier lief weg und konnte bislang nicht eingefangen werden.

„Am Sonntagabend wurden zwei Polizisten zu einem betrunkenen Mann gerufen, der dort im Bereich eines Mehrfamilienhauses hilflos am Boden lag“, berichtet Polizeisprecher Sven-Marco Claus im Gespräch mit der „WAZ“. Zwar konnte der 39-Jährige sich nach Eintreffen der Beamten wieder aufrappeln, als sich jedoch seine Wohnungstür nicht öffnen ließ, habe sein Schäferhund die Polizisten angefallen, woraufhin es von einem der beiden Beamten zu einer Schussabgabe kam. Die Einsatzkräfte gehen davon aus, das Tier getroffen und verwundet zu haben. Jedoch war der Hund zu schnell verschwunden, um mehr zu erkennen, und auch Blutspuren habe man nicht gesehen.

Hundehalter war stark alkoholisiert

Gegenüber der „WAZ“ bestätigt die Polizei Wolfsburg den Vorfall: „Die Kollegen waren schon vorbereitet auf die Situation“, erklärt Polizeisprecher Claus. Denn es war bereits ihre dritte Begegnung mit Hund und Herrchen an diesem Tag. Gegen 15 Uhr hatten Anwohner die Polizei zu einem Spielplatz an der Schönebecker Straße gerufen, wo sich mehrere Erwachsene versammelt hatten; unter ihnen auch der der 39-Jährige. Sein Schäferhund sei schon zu diesem Zeitpunkt knurrend auf die Polizisten zugegangen, so Claus. Erst nach Aufforderung habe der Besitzer ihn angeleint.

Der zweite Einsatz folgte nur eine Stunde später. Der 39-Jährige lag stark alkoholisiert auf einer Wiese an der Waldenburger Straße, sein Hund behinderte Rettungskräfte, die ihn untersuchen wollten. Um 17.30 Uhr schließlich folgte schließlich der letzte Einsatz an der Wohnungstür des Mannes. Zu diesem Zeitpunkt wies er über 3 Promille Blutalkohol auf und wurde von den Beamten in Gewahrsam genommen.

Nach erfolgloser Suche am Sonntag nach dem verschwundenen Tier ging die Suche nach dem vermutlich verletzten Hund am Montag weiter. Bislang konnte das Tier noch nicht gefunden werden, obwohl via Social Media zahlreiche Hinweise eingehen. „Wir hatten mehrere Anrufe, dass er gesichtet worden sei“, erzählt Polizeisprecher Claus. „Aber wir kamen wohl jedes Mal zu spät. Hoffentlich gelingt es noch, ihn mit Hilfe der Feuerwehr einzufangen und medizinisch zu versorgen.“

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Frederike Müller/WAZ/RND