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Panorama Schäden an US-Raumfähre „Atlantis“ sorgen für Aufregung
Mehr Welt Panorama Schäden an US-Raumfähre „Atlantis“ sorgen für Aufregung
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18:02 13.05.2009
Vier Hitzekacheln des Wärmeschilds unterhalb des rechten Flügels der „Atlantis“ sind beim Start beschädigt worden. Quelle: Stan Honda/afp
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Die Astronauten der Raumfähre hätten bei einer zehnstündigen Untersuchung mit Hilfe von Kameras die Einkerbungen im Hitzeschutzschild entdeckt. Die NASA bezeichnete die Schäden als „gering“, die „Atlantis“ setzte ihren Flug zum Weltraumteleskop Hubble am Mittwoch wie geplant fort.

„An anderen Stellen wären die Schäden gefährlicher gewesen“, sagte ein hochrangiger NASA-Mitarbeiter. „Die Schäden scheinen relativ oberflächlich zu sein und sind nicht sehr großflächig.“ Die NASA vermutete, dass die „Atlantis“ 103 Sekunden nach dem Start ins All beschädigt wurde. Zu diesem Zeitpunkt registrierte ein Sensor am rechten Flügel einen Einschlag, noch ist allerdings völlig unklar, was für ein Objekt den Schaden verursacht haben könnte.

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Die Mission der „Atlantis“ ist die erste zum Weltraumteleskop Hubble seit dem „Columbia“-Unglück im Jahr 2003. Die Reise ist riskanter als die zur Internationalen Raumstation ISS, weil in der Umlaufbahn des Teleskops auch Weltraumschrott und kleinere Meteoriten im All schweben. Für die Raumfähre besteht erhöhte Gefahr, davon getroffen zu werden.

Am Mittwochnachmittag sollte die „Atlantis“ das etwa schulbusgroße Weltraumteleskop erreichen. Während der elftägigen Mission sind fünf bis zu siebenstündige Außeneinsätze geplant. Durch Reparaturen und Aufrüstungen soll „Hubbles“ Lebensdauer um fünf Jahre verlängert werden.

„Hubble“ ist 563 Kilometer von der Erde entfernt, viel weiter als die ISS. Für den Fall, dass die „Atlantis“ Probleme bekommen sollte, hat die NASA erstmals ein besonderes Hilfsprogramm vorbereitet: Die Raumfähre „Endeavour“ steht mit einer vierköpfigen Besatzung bereit, um der „Atlantis“ notfalls ins All zu folgen und deren Besatzung aufzunehmen.

afp