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Panorama Säugling stirbt nach Misshandlungen
Mehr Welt Panorama Säugling stirbt nach Misshandlungen
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12:06 05.05.2011
Der in Lüneburg misshandelte Säugling ist in der Universitätsklinik Hamburg-Eppendorf gestorben. Quelle: dpa
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Der in Lüneburg vermutlich von seinen Eltern misshandelte Säugling ist gestorben. Gegen die beiden jungen Leute wird nun wegen eines Tötungsdeliktes ermittelt. Das teilte die Staatsanwaltschaft nach entsprechenden Medienberichten am Donnerstag mit. Eine Obduktion soll nun die genaue Todesursache ans Licht bringen. Vermutlich wurde das Kind brutal geschüttelt. Das sieben Monate alte Mädchen war am Ostersamstag schwer verletzt in ein Lüneburger Krankenhaus aufgenommen worden. Die Ärzte informierten dann die Polizei. Danach wurde das Mädchen ins Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf gebracht, wo es am Mittwoch starb.

Die 2009 in die Altstadt gezogene Familie war dort dem städtischen Jugendamt bislang nicht aufgefallen. Vor dem Umzug wurde die damals minderjährige Mutter allerdings vom Landkreis Lüneburg und einem Verein betreut. Der fünf Jahre alte Bruder des Mädchens kam nach dem Vorfall vom Ostersamstag vorläufig in eine Pflegefamilie. Die Mutter und ihr Partner bestreiten die Vorwürfe, beide sind Anfang 20. Ein Haftbefehl ist noch nicht ergangen, die beiden sind auf freiem Fuß.

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Jedes Jahr sterben in Deutschland nach Schätzungen von Ärzten etwa 100 Babys, weil sie zu heftig geschüttelt werden. Das empfindliche Säuglingshirn erleidet dabei schwerste Schäden. Überlebt ein Kind derartige Misshandlungen, sind Langzeitfolgen wie geistige Behinderungen zu befürchten. Oft sind überforderte Eltern die Täter.

dpa