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Panorama Royaler Anstrich: Vegane Wandfarben im Trend
Mehr Welt Panorama Royaler Anstrich: Vegane Wandfarben im Trend
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11:00 14.04.2019
Hauptsache gesund und nachhaltig: Viele Kunden schauen heute nicht nur beim Brotaufstrich, sondern auch beim Wandanstrich ganz genau auf die Zutatenliste. Quelle: Hersteller
Hannover

Das Projekt war nicht billig. 3 Millionen Pfund, umgerechnet 3,5 Millionen Euro, sollen Prinz Harry und Herzogin Meghan in die Renovierung des Frogmore Cottages gesteckt haben – jenes weiße Doppelstockhäuschen nicht weit von Windsor Castle, das ihnen die Queen im vergangenen Jahr zur Hochzeit geschenkt hat und in das sie vor gut einer Woche eingezogen sind.

Tatsächlich musste einiges an der 339 Jahre alten, denkmalgeschützten Immobilie, in der zuletzt fünf Mitarbeiterfamilien des Königshauses wohnten, getan werden: Wände wurden eingerissen, Treppen versetzt, Kamine gebaut, Bäder modernisiert, Fenster ersetzt und Küchen eingebaut, wie man das bei einer Kernsanierung eben so macht. Nur dass beim Cottage des Herzogspaares am Ende auch ein teures Sicherheitssystem, ein integriertes Yogastudio und eine moderne Ökostromanlage auf der Rechnung standen.

„Baby Sussex“ als Trendsetter

Da die Renovierung aus dem Sovereign Grant, sprich mit Steuergeld zur Finanzierung der Queen und ihrer Familie, bezahlt wurde, ist der Wirbel um das neue Domizil von Harry und Meghan nicht unerheblich. Immerhin, so tröstete kürzlich die „Vogue“, könnten die britischen Steuerzahler sicher sein, dass ihr Geld nachhaltig angelegt sei – schließlich hätten der Herzog und die Herzogin von Sussex beim Ausbau ihres Hauses auf möglichst viele umweltbewusste Lösungen gesetzt.

Das fange, so viel ist bislang durchgesickert, beim Ökostrom an und und reiche bis zur veganen Wandfarbe. Seit bekannt geworden ist, dass Meghan das Kinderzimmer mit tierfreien Biofarben hat streichen lassen, hat die ehemalige Schauspielerin einmal mehr an Sympathie gewonnen und neue Maßstäbe gesetzt: „Baby Sussex“ ist noch nicht mal auf der Welt, schon gilt der Wandanstrich hinter seiner Wiege als Trend.

Vegane Farben und Lacke hingegen, das zumindest versichern inzwischen zahlreiche Anbieter, erhalten ihre Leuchtkraft ausschließlich durch Erd- und Mineralpigmente sowie pflanzliche Farbstoffe. Quelle: Hersteller

Waren vegane Wandfarben bislang eher ein Nischenprodukt, sagen Einrichtungsexperten ihnen plötzlich eine goldene Zukunft voraus. Die Ursache ist klar: Harry und Meghan sind bei Weitem nicht die Einzigen, die sich einen nachhaltigen Lebensstil auf die Fahnen schreiben.

In ihrer Generation, den Millennials, gehört es inzwischen zum guten Ton, achtsam mit der Welt und ihren Ressourcen umzugehen – egal ob beim Thema Ernährung, Mobilität oder Wohnen. Der Anspruch, nicht nur beim Brotaufstrich, sondern auch beim Wandanstrich ganz genau auf die Zutatenliste zu sehen, ist also nicht verwunderlich.

Wenn Farbhersteller ihren Produkten tierische Pigmente beimischen oder sie an Tieren testen, schrecken inzwischen längst nicht nur Veganer vor dem Kauf zurück. Zusätze wie Schellack, ein von Schildläusen abgesondertes Harz, Ochsengalle und das aus Kuhmilch gewonnene Kasein, die in herkömmlichen Farben zu finden sind, wollen etliche Kunden nicht mehr an ihren Wänden wissen.

Ohne Schwermetalle, Lösungsmittel, Weichmacher und Pestizide

Vegane Farben und Lacke hingegen, das zumindest versichern inzwischen zahlreiche Anbieter, erhalten ihre Leuchtkraft ausschließlich durch Erd- und Mineralpigmente sowie pflanzliche Farbstoffe.

Aber damit nicht genug: Wer zu einer Kreide-, Lehm- oder Sumpfkalkfarbe greift, verzichtet auch auf jegliche Schwermetalle, Lösungsmittel, Weichmacher und Pestizide, was vor allem im Kinderzimmer gut ankommt.

Herzogin Meghan hat für ihren Nachwuchs, der Ende April zur Welt kommen soll, angeblich eine schad- und duftstofffreie Farbe gekauft, die auf Rizinusöl und Flüssigammoniak basiert. Ob das am Ende besser riecht?

Von Sophie Hilgenstock

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