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Panorama Rhein-Pegelstand nähert sich kritischer Marke
Mehr Welt Panorama Rhein-Pegelstand nähert sich kritischer Marke
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13:59 27.12.2012
Überflutete Rheinwiesen: Am Wochenende rechnen Meteorologen wieder mit steigenden Pegelständen. Quelle: dpa
Berlin

Der Schifffahrt auf dem Rhein droht eine erneute Zwangspause. Die Wasserschutzpolizei in Karlsruhe rechnet damit, dass die Schifffahrt am Oberrhein in den kommenden Tagen wieder unterbrochen werden muss. Niederschlag und Schmelzwasser könnten den Pegelstand bis zum Wochenende über die kritische Marke von 7,50 Meter steigen lassen, wie ein Sprecher zum Stand in Maxau bei Karlsruhe sagte. Auch die Pegelstände in Bayern, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen werden nach starken Regenfällen in den kommenden Tagen voraussichtlich deutlich steigen.

Die Pegelstände am Rhein in Köln gingen nach den Weihnachtstagen zunächst leicht, aber stetig zurück. Zum Wochenende hin rechneten Experten allerdings wieder mit einem Anstieg. Grund hierfür sei starker Regen an der Mosel, deren Wasser dann mit Verzögerung im Rhein erwartet wird. In Köln sei am Silvestertag mit einem Höchststand von etwa 8 Meter zu rechnen, teilte das Hochwasserschutzamt mit.

Die Schifffahrt auf dem Rhein bleibe in Rheinland-Pfalz eingeschränkt, sagte eine Sprecherin des Hochwassermeldezentrums in Mainz. Die Schiffe dürfen lediglich in der Flussmitte und nur maximal 20 Kilometer pro Stunde fahren. Beim Wiederanstieg des Hochwassers könnte es bei Koblenz um 20 bis 30 Zentimeter höhere Wasserstände als derzeit geben.

Der Pegelstand im Maxau lag am Donnerstag bei 7,25 Metern. Schiffe konnten den Fluss langsamer befahren. An Heiligabend war wegen Hochwassers der etwa 50 Kilometer lange Streckenabschnitt zwischen Iffezheim und Germersheim für 38 Stunden gesperrt worden.

In Bayern waren insbesondere das obere Maingebiet, die Flüsse Regen, Naab und Altmühl betroffen, wie der Hochwassernachrichtendienst des Landesamtes für Umwelt mitteilte. Wegen starken Regens herrsche in den kommenden Tagen in den Main-Zuflüssen und bei den nördlichen Donauzuflüssen Hochwassergefahr.

Während sich in Sachsen und Sachsen-Anhalt die Hochwasserlage entspannte, wurde auf dem Brocken im Harz vor schweren Sturmböen gewarnt. Der Deutsche Wetterdienst rechnete mit Geschwindigkeiten von mehr als 120 Kilometern pro Stunde.

dpa

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