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Panorama Retter erreichen Tsunami-Opfer nur langsam
Mehr Welt Panorama Retter erreichen Tsunami-Opfer nur langsam
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07:56 02.10.2009
Überlebende suchen nach Leichen an einem Strand von Samoa.
Überlebende suchen nach Leichen an einem Strand von Samoa. Quelle: afp
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Da in einigen Gebieten weiter die Gefahr von Nachbeben besteht, kann es nach Angaben von Hilfsorganisationen noch Tage dauern, bis alle Betroffenen erste Nothilfe erhalten. In Pago Pago, der Hauptstadt von Amerikanisch-Samoa, wurden zahlreiche Geschäfte und Bürogebäude geplündert.

Wahrscheinlich würden die Rettungskräfte erst am Wochenende in alle betroffenen Gebiete vordringen können, sagte der Chef der Hilfsorganisation Caritas Australia, Jack De Groot. Nach Angaben eines Vertreters der UN-Organistaion für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) herrschten vielerorts chaotische Zustände. Dies sei in den ersten 24 Stunden nach einer solchen Katastrophe aber normal, sagte Terje Skavdal, der beim OCHA für den asiatisch-pazifischen Raum zuständig ist.

Den neuesten Angaben zufolge kamen allein in Samoa mindestens 110 Menschen ums Leben. „Wir zählen derzeit aber noch“, sagte ein Regierungsvertreter, der anonym bleiben wollte. Eine Sprecherin des Sicherheitsministeriums von Amerikanisch-Samoa sprach von 31 bestätigten Todesfällen in dem zu den USA gehörenden Gebiet. Darüber hinaus kamen im etwa Tausend Kilometer entfernten Tonga mindestens sieben Menschen ums Leben.

Australische und neuseeländische Flugzeuge mit Ärzten und Katastrophenhelfern an Bord trafen in Samoa ein. Sie brachten Trinkwasser, Nahrungsmitteln, Zelten, Decken und medizinische Ausrüstung zu den Hilfsbedürftigen. Die EU stellte eine Soforthilfe von 150.000 Euro zur Verfügung. US-Präsident Barack Obama rief für Amerikanisch-Samoa den Notstand aus. Dadurch werden finanzielle Mittel für die Rettungsarbeiten und Notunterkünfte freigesetzt.

Mehrere Reporter berichteten unterdessen aus der Insel-Hauptstadt Pago Pago, dass dort dutzende Geschäfte geplündert wurden. In der 90.000-Einwohner-Stadt seien nach seiner Einschätzung 90 Prozent der Geschäfte betroffen, sagte Aufage Fausia von den „Samoa News“. Die Plünderer rissen Zigaretten und Alkoholika an sich, laut Fausia jedoch „vor allem Lebensmittel, gefrorene Hähnchen und so etwas“. Die Polizei erklärte, sie müsse sich zunächst auf die Unterstützung der Hilfsbedürftigen konzentrieren.

Der Tsunami war am Dienstag von einem schweren Seebeben im Pazifik ausgelöst worden. Ganze Dörfer und Ferienanlagen wurden dabei von bis zu acht Meter hohen Flutwellen weggespült.

afp

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