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Panorama Reaktoren im AKW Fukushima außer Kontrolle
Mehr Welt Panorama Reaktoren im AKW Fukushima außer Kontrolle
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16:50 25.03.2011
In Tokio wächst die Angst vor der radioaktiven Wolke. Quelle: dpa (Archivbild)
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23.30 Uhr: TV-Sender: Betreiber Tepco bestätigt Flammen am Reaktor 4

Der Betreiber des havarierten Atomkraftwerks Fukushima hat einen erneuten Brand im Reaktor 4 bestätigt. Das meldete der Fernsehsender NHK am Mittwochmorgen Ortszeit. Ein Reporter im Krisenzentrum in Fukushima berichtete, dass Flammen beobachtet worden seien. Die Nachrichtenagentur Kyodo meldete, der Brand sei gegen 5.45 Uhr Ortszeit ausgebrochen. Über Verletzte wurde zunächst nichts bekannt. Der brennende Reaktor sei nicht zu betreten, berichtete der Sender. Weiter hieß es, dass um 6.00 Uhr Ortszeit (22.00 Uhr deutscher Zeit) 60 Kilometer entfernt von dem Krisen-AKW eine radioaktive Strahlung gemessen worden sei, die 500 Mal über den normalen Werten liege. Ob diese Gefahr in direktem Zusammenhang mit dem neuen Feuer steht, war zunächst nicht bekannt. „Diese Dosis wird nicht unmittelbar der menschlichen Gesundheit schaden“, sagte der Reporter unter Berufung auf die Behörden.

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22.55 Uhr: US-Institut: Atomunfall in Japan hat zweithöchste Störfall-Stufe

Ein unabhängiges US-Forschungsinstitut hat die Nuklearkatastrophe in Japan auf der Störfallstufe 6 von 7 eingestuft. Die Explosionen und Brände in dem Atomkraftwerk Fukushima hätten zur Folge, dass der Unfall auf der internationalen Bewertungsskala Ines nicht mehr als eine 4 betrachtet werden könne, teilte das Institut für Wissenschaft und Internationale Sicherheit (Isis) am Dienstag in Washington mit. „Das Ereignis ist jetzt näher an der Stufe 6, es könnte leider die Stufe 7 erreichen“, heißt es in der Einschätzung.

22.50 Uhr: Wieder Feuer in Fukushima-Reaktor 4

Im Reaktor 4 des Atomkraftwerks Fukushima Eins ist am Mittwochmorgen (Ortszeit) erneut ein Feuer ausgebrochen. Das berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf den Fernsehsender NHK. Im AKW Fukushima kämpfen die letzten 50 Arbeiter um den havarierten Reaktor 4. Zuletzt versuchten sie, aus Hubschraubern Wasser abzuwerfen, um die Brennstäbe zu kühlen. Ein erster Brand in Reaktor 4 war am Dienstag nach kurzer Zeit gelöscht worden. In der Außenwand des Reaktorgebäudes klaffen große Löcher. Vier von sechs Reaktoren in Fukushima sind schwer beschädigt.

21.20 Uhr: Weitere US-Nuklearexperten in Japan erwartet

Als Reaktion auf die Atomkatastrophe in Japan haben die USA weitere Nuklearexperten in das Land geschickt. Die Regierung habe nunmehr 34 Spezialisten entsandt, sagte Energieminister Steven Chu am Dienstag vor einem Kongressausschuss in Washington. Man sei damit einer Anfrage aus Japan gefolgt.

20.25 Uhr: IAEA: Betreiber versuchen weitere Explosion zu verhindern

Die Betreiber des Katastrophen-Atomkraftwerks Fukushima befürchten dem Anschein nach Explosionen auch in den letzten beiden unbeschädigten Reaktoren. Nach Informationen der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA zog die Betreiberfirma Tepco in Erwägung, Platten von den Reaktoren 5 und 6 zu entfernen, um dort mögliche Wasserstoff-Staus zu verhindern. Dies teilte die UN-Behörde am Dienstagabend in Wien mit. Der Schritt sei bereits in der Nacht zum Dienstag erwogen worden.

19.40 Uhr: Lufthansa stellt Flüge vorerst ein

Die Atomkatastrophe in Japan zwingt auch die ersten Fluglinien zum Handeln. Deutschlands größte Airline Lufthansa fliegt zunächst nicht mehr in die Hauptstadt Tokio. Der Konzern will seine Flüge nach Japan aber grundsätzlich aufrechterhalten, wie ein Lufthansa-Sprecher am Dienstag in Frankfurt sagte. Die Flüge nach Tokio werden in die weiter südlich gelegenen Städte Osaka und Nagoya umgeleitet. Es gibt einen Zwischenstopp in der Südkoreas Hauptstadt Seoul.

18.50 Uhr: DZI warnt vor Betrugsversuch bei Japan-Spenden

Die Spendenaktionen für die Opfer des Erdbebens und des Tsunamis in Japan rufen auch Betrüger auf den Plan. Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) warnte am Dienstag vor einem aktuellen Fall: Unter Verwendung einer angeblichen E-Mail des DZI habe eine Person versucht, bei verschiedenen Tageszeitungen eine Anzeige mit einem Spendenaufruf zu veröffentlichen, hieß es. Die Spenden, die von einer "privaten Gruppe von Dozenten und Studenten" gesammelt würden, sollten deutschen Opfern in Japan zugutekommen. Das DZI in Berlin distanzierte sich ausdrücklich von dem Aufruf.

18.30 Uhr: Japan bittet EU um koordinierte Hilfe

Japan hat die Europäische Union um Hilfe für die Opfer des Erdbebens und des Tsunamis gebeten. „Wir haben gerade von Japan eine detaillierte Bitte um Hilfe als Reaktion auf das verheerende Erdbeben bekommen“, sagte EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso am Dienstag in Brüssel. Japan habe um eine „koordinierte europäische Antwort“ in Form von Sachleistungen gebeten. Dabei handelt es sich vor allem um Decken, Matratzen, Wasserflaschen und große Wassertanks.

18.00 Uhr: Hubschrauber sollen Wasser auf Block 4 schütten

Japanische Experten wollen auf abenteuerliche Weise den außer Kontrolle geratenen Block 4 im Atomkomplex Fukushima Eins kühlen. Es sei geplant, mit Hilfe von Hubschraubern Wasser durch Löcher im teilweise zerstörten Dach zu schütten, wie der staatliche Fernsehsender NHK am Dienstag berichtete. Damit sollen im Inneren Kernbrennstäbe gekühlt werden. Zuvor war bekanntgeworden, dass sich die Wassertemperatur im Abklingbecken der Brennstäbe bedrohlich erhöht hatte.

17.30 Uhr: Behörden rechnen mit mehr als 10.000 Toten in Japan

Die Zahl der Todesopfer im japanischen Katastrophengebiet steigt immer weiter. Die Behörden rechnen jetzt mit mehr als 10.000 Toten, die tatsächliche Zahl dürfte jedoch weit höher liegen. Allein in Iwate, der Partnerregion von Rheinland-Pfalz, wird laut Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) mit 18.500 Toten gerechnet. Demnach hätte nur ein Drittel der Einwohner überlebt.

ZDF-Mediathek: Video-Stream zum Live-Berichterstattung des japanischen Fernsehens.

16.15 Uhr: Die letzten 50 Techniker im Kraftwerk Fukushima arbeiten fieberhaft

Am Dienstagmorgen (Ortszeit) waren noch mehr als 800 Arbeiter und Techniker im japanischen Kernkraftwerk Fukushima Eins. Sie arbeiteten fieberhaft daran, die sechs Reaktoren zu kühlen und damit eine gefährliche Kernschmelze zu vermeiden. Doch als eine Explosion die Hülle von Reaktor 2 beschädigte, stiegen die Strahlungswerte dramatisch und der Betreiber Tepco war gezwungen, alle bis auf 50 Arbeiter aus dem Kernkraftwerk abzuziehen. Die 50 Arbeiter versuchten weiterhin Meerwasser in die überhitzenden Reaktoren zu pumpen, um die Brennstäbe abzukühlen.

15.45 Uhr: Deutsche Medien ziehen Reporter aus Tokio ab

Die Medien stecken bei der Atomkatastrophe in Japan in einem Dilemma: Sie wollen möglichst aus erster Hand und nächster Nähe berichten, aber ihre Mitarbeiter nicht gefährden. Deshalb haben viele deutsche Medien bereits Korrespondenten aus der von radioaktiver Strahlung bedrohten Hauptstadt Tokio abgezogen, andere bereiten Evakuierungsszenarien vor.

15.10 Uhr: Weiteres Nachbeben mit Stärke 6 in Japan

Die Region Kanto, in der auch die Millionenstadt Tokio liegt, ist am späten Dienstagabend (Ortszeit) von einem heftigen Nachbeben erschüttert worden. Das Beben überstieg der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo zufolge Stärke 6. Ein Tsunami sei nicht zu befürchten, hieß es. Nur wenige Stunden zuvor hatte sich vor der japanischen Ostküste auf Höhe der Präfektur Fukushima ein Nachbeben der Stärke 6,3 ereignet. In Fukushima steht der Atomkomplex, in dessen Reaktorblöcken es mehrfach Explosionen gab.

15.05 Uhr: Aufbewahrungsbecken für Brennstäbe kann nicht mehr befüllt werden

Das Aufbewahrungsbecken für die verbrauchten Brennstäbe im Reaktor 4 des japanischen Kernkraftwerks Fukushima Eins kann nicht mehr mit Wasser gefüllt werden. Das habe die Betreiberfirmer Tepco mitgeteilt, meldete die Nachrichtenagentur Kyodo am Dienstagabend. Eine weitere Eskalation der Situation drohe.

14.30: Uhr: Japan ruft zu Besonnenheit auf

Der japanische Außenminister Takeaki Matsumoto hat die internationale Gemeinschaft angesichts der Katastrophe in seinem Land zur Besonnenheit aufgerufen. „Wir bitten die Länder, ruhig Blut zu bewahren“, sagte Matsumoto am Dienstag in Paris. Er versicherte, dass seine Regierung alles tue, um die Lage unter Kontrolle zu bringen. „Wir erstatten der Internationale Atomenergie-Behörde (IAEA) regelmäßig Bericht, und wir informieren die Medien und die Diplomaten vor Ort“, betonte er. Matsumoto nahm in Paris am Treffen der G8-Außenminister teil, bei dem es in erster Linie um die internationale Antwort auf die Lage in Libyen ging.

14.06 Uhr: Teilreisewarnung für Nordosten Japans

Angesichts der Atomkatastrophe in Japan hat das Auswärtige Amt am Dienstag eine „Teilreisewarnung“ für den Nordosten des Landes erlassen. Es riet außerdem von nicht erforderlichen Reisen nach Japan generell ab. „Das Auswärtige Amt empfiehlt allen Deutschen in der Region um die Atomkraftwerke Fukushima und im Großraum Tokyo/Yokohama zu prüfen, ob ein Aufenthalt in Japan weiterhin erforderlich ist“, hieß es in der im Internet veröffentlichten Teilreisewarnung. Falls dies nicht gegeben sei, sollte eine Ausreise außer Landes in Erwägung gezogen werden, insbesondere von Familien mit Kindern.

13.40 Uhr: Japan weitet Stromsperren auf Nordosten aus

Als Reaktion auf die massiven Reaktorausfälle weiten Japans Energieversorger die Stromsperren auf den Nordosten des Landes aus. Ab Mittwoch werde in der Region die Versorgung mit Elektrizität eingeschränkt, teilte das Unternehmen Tepco am Dienstag nach Angaben der Agentur Kyodo mit. Zuvor waren bereits Einschränkungen für den Großraum Tokio angeordnet worden. Die Rationierungen sollen im Osten Japans mindestens bis Ende April andauern. Für den Nordosten des Landes müsse mit noch längeren Einschränkungen gerechnet werden. In Japan herrscht die Sorge vor, dass diese Maßnahmen die von Erdbeben und Tsunami ohnehin stark getroffene Wirtschaft zusätzlich behindern werden. Die Stromsperren wirken sich auch auf das Privatleben vieler Japaner aus. So mussten sich im Raum Tokio Restaurantbesucher mit lauwarmen Speisen begnügen. Supermärkte blieben auch wegen der Stromabschaltungen geschlossen.

13.15 Uhr: Strahlung im Atomkraftwerk Fukushima zu hoch für Personal

Die Strahlung im japanischen Kernkraftwerk in Fukushima ist weiter gestiegen. Die gemessenen Werte seien so hoch, dass das Personal nicht weiter in den Kontrollräumen des Reaktors bleiben könne, berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo.

12.35 Uhr: Reaktorunglück in Fukushima ist schwerer Unfall der Stufe 6

Das Reaktorunglück im japanischen AKW Fukushima ist nach Experten-Einschätzung ein schwerer Unfall der Stufe 6 in der Internationalen Bewertungsskala (INES). Die Katastrophe von Tschernobyl hatte die Stufe 7.

12.15 Uhr: Wind in Japan dreht wieder Richtung Pazifik

Der Wind über Japan hat im Tagesverlauf gedreht. Bis zum Abend deutscher Zeit werden radioaktive Partikel aus den havarierten Reaktoren wieder in Richtung Pazifik geweht, wie Meteorologin Johanna Anger vom Deutschen Wetterdienst (DWD) am Dienstag sagte. Bis auf weiteres werde es dann dabei bleiben. Im Tagesverlauf hatte der Wind in Bodennähe aus Norden geweht - und damit in Richtung der Hauptstadt Tokio. In Höhen von über 1000 Metern blieb es bei der kräftigen Westströmung von der japanischen Küste auf den Pazifik. Schadstoffe würden dann auf das offene Meer geweht.

11.45 Uhr: Nachbeben vor Japans Ostküste mit Stärke 6,3

Vor der japanischen Ostküste auf Höhe der Präfektur Fukushima hat sich ein weiteres schweres Nachbeben der Stärke 6,3 ereignet. Das teilte Japans Meteorologischer Dienst am Dienstagabend (Ortszeit) mit. In Fukushima steht der Atomkomplex, in dessen Reaktorblöcken es während der vergangenen Tage Explosionen gab.

10.45 Uhr: Löcher am Reaktor 4

In der Wand von Reaktor 4 des Atomkraftwerks Fukushima Eins klaffen zwei acht Quadratmeter große Löcher. Das berichtete die Nachrichtenagentur Jiji Press am Dienstag unter Berufung auf die Nukleare Sicherheitsagentur des Industrieministeriums. Der Kraftwerkbetreiber Tepco hatte den Behörden die Löcher in der Nordwestwand des Reaktors gemeldet. In dem Reaktor hatte es zwischenzeitlich gebrannt.

10.07 Uhr: Nordwind droht Schadstoffe nach Tokio zu wehen

In Japan dreht der Wind vorübergehend auf Nord und droht, radioaktive Partikel aus den havarierten Reaktoren Richtung Tokio zu wehen. Einige Stunden lang wehe der Wind am Dienstag (Mitteleuropäischer Zeit) in Bodennähe aus Norden, sagte Meteorologin Johanna Anger vom Deutschen Wetterdienst (DWD) am Dienstag. In Höhen von über 1000 Metern bleibe es bei der kräftigen Westströmung von der japanische Küste auf den Pazifik. Am Dienstagabend soll auch in tieferen Lagen der Wind wieder auf West drehen. Schadstoffe würden dann wieder auf das offene Meer geweht.

9.23 Uhr: Behörden bereiten Evakuierung vor

In drei Präfekturen um das havarierte Atomkraftwerk Fukushima haben die Vorbereitungen auf die Evakuierung begonnen. Die Regierung der Präfektur Yamagata stelle eine Liste mit Schutzräumen für die Flüchtenden zusammen, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo am Dienstag. „Wir arbeiten daran festzustellen, wie viele Evakuierte wir aufnehmen und welche Einrichtungen wir als Unterschlupf nutzen können“, sagte eine Sprecher der Präfektur Tochigi.

9.00 Uhr: Kühlung in Reaktoren 1 und 3 stabil

Die Kühlung in den Reaktoren 1 und 3 des havarierten Atomkraftwerks Fukushima 1 ist nach Angaben der japanischen Regierung stabil. Ob auch Kühlwasser in Reaktor 2 eingeleitet werden könne, bleibe abzuwarten, sagte Regierungssprecher Yukio Edano am Dienstag nach Angaben der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo. Im Reaktor 2 war es am Morgen (Ortszeit) zu einer neuen Explosion gekommen, wobei laut Regierung erstmals eine innere Reaktorhülle beschädigt wurde.

8.30 Uhr: Börse in Tokio reagiert mit riesigen Kursverlusten

Mit dramatischen Kursverlusten hat Tokios Börse am Dienstag auf die neuen Hiobsbotschaften vom Atomkraftwerk Fukushima reagiert. Am zweiten Handelstag nach der Naturkatastrophe in Japan stürzte der Nikkei-Index für 225 führende Werte zweistellig ins Minus. Er schloss mit einem Abschlag von 1105,34 Punkten oder 10,55 Prozent bei 8605,15 Punkten.

8.16 Uhr: Ministerpräsident kritisiert AKW-Betreiber

Der japanische Ministerpräsident Naoto Kan hat die den Betreiber des Atomkraftwerks Fukushima scharf kritisiert. „Das Fernsehen berichtet von einer Explosion. Aber dem Büro des Premiers wird eine Stunde lang nichts gesagt“, zitierte ihn die japanische Nachrichtenagentur Kyodo am Dienstag. Die Regierung und die Öffentlichkeit seien unzufrieden mit der Informationspolitik. Kan verlangte von der Betreibergesellschaft Tepco, ihre Mitarbeiter nicht aus der Anlage abzuziehen.

8.15 Uhr: Innere Schutzhülle eines Reaktorblocks beschädigt

Die Atomkatastrophe in Japan hat eine neue Dimension erreicht. Bei einer erneuten Explosion im Kernkraftwerk Fukushima wurde am Dienstag nach Regierungsangaben erstmals eine innere Schutzhülle eines Reaktorblocks beschädigt. Die AKW-Betreibergesellschaft Tepco sprach von einer „sehr schlimmen“ Lage. Die Strahlung in der Umgebung steige dramatisch. Zudem hat der Wind gedreht und weht Richtung Süden, wo auch Tokio liegt .

7.19 Uhr: Greenpeace-Experten warnen vor Fallout

Die Angaben der japanischen Regierung über einen beschädigten Reaktorbehälter deuten nach Einschätzung eines Greenpeace-Experten auf eine „neue Dimension der Katastrophe“ hin. Sollten die Informationen stimmen, könnten große Mengen von Radioaktivität freigesetzt werden, sagte Energieexperte Tobias Münchmeyer am Dienstag. „Wie schnell sich die Radioaktivität weiterverbreitet, ist nicht einzuschätzen.“

6.58 Uhr: Erhöhte Strahlung in Tokio gemessen

Nach einer neuen Explosion im Atomkraftwerk Fukushima ist die radioaktive Strahlung auch in der Nähe der japanischen Hauptstadt Tokio angestiegen. Die Werte seien aber kein Risiko für die Gesundheit, teilte das Wissenschaftsministerium am Dienstag nach Berichten der Nachrichtenagentur Kyodo mit. In Tokio wurden geringe Mengen radioaktiver Substanzen gemessen, darunter Cäsium und Jod, wie die Verwaltung der Metropolregion erklärte.

6.14 Uhr: Luftraum über Fukushima gesperrt

Nach einer weiteren Explosion im japanischen Krisen-Atomkraftwerk Fukushima ist der Luftraum über der Anlage gesperrt worden. Für einen 30-Kilometer-Radius über den Reaktoren gelte eine Flugverbotszone, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo am Dienstagmittag (Ortszeit) unter Berufung auf die Regierung. Bei der Detonation wurde vermutlich auch der Reaktorbehälter beschädigt.

4.23 Uhr: Feuer im Reaktor 4 gelöscht

Das Feuer im Reaktor 4 des Atomkraftwerks Fukushima ist offenbar gelöscht. Das berichtet die japanische Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf den Betreiber Tepco.

3.30 Uhr: Regierung warnt Bevölkerung vor radioaktiver Wolke

Die Strahlung rund um die beschädigten Reaktoren in Fukushima hat nach Angaben der Regierung gefährliche Werte erreicht. "Wir reden jetzt über eine Strahlendosis, die die menschliche Gesundheit gefährden kann", sagte Regierungssprecher Yukio Edano am Dienstag bei einer Pressekonferenz. Anwohner, die sich trotz Evakuierungsanordnung noch in dem Sicherheitsradius befinden, sollten Türen und Fenster geschlossen halten und beispielsweise keine Wäsche nutzen, die draußen hängt. Mit zunehmender Entfernung vom Atomkraftwerk werde die Strahlung geringer, sagte Regierungssprecher Edano. "Wir können unser Alltagsleben weiterführen", erklärte er.


3.24 Uhr: Menschen sollen in ihren Wohnungen bleiben

Die japanische Regierung hat nach der neuen Explosion im Atomkraftwerk Fukushima die Bevölkerung aufgefordert, in einem Umkreis von 30 Kilometern in geschlossenen Räumen zu bleiben. Ministerpräsident Naoto Kan sagte am Dienstag, die meisten Menschen in einem Radius von 20 Kilometer um das Atomkraftwerk hätten das Gebiet bereits verlassen. Bei der Explosion in Block 2 am Dienstag sei wahrscheinlich ein Teil des Reaktorbehälters beschädigt worden, bestätigte Edano. Regierungssprecher Yukio Edano sagte, in den Reaktorblöcken 1 bis 3 werde das Einpumpen von Wasser planmäßig fortgesetzt. Es gelte jetzt, diese Kühlung aufrechtzuerhalten. Nach der Explosion im Reaktor 2 sei eine begrenzte Menge Radioaktivität ausgetreten, sagte Edano.

3.12 Uhr: Brand in Reaktor 4 in Fukushima

Im Reaktor 4 im Atomkraftwerk Fukushima Eins ist es zu einem Brand gekommen. Das teilte der Regierungssprecher Yukio Edano am Dienstag mit.

dpa